Wolf-Dietrich Rost
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass wir heute aus aktuellem Anlass über den Sport in Sachsen sprechen. Mit der Gründung des DFB vor 125 Jahren in Leipzig feiern wir nicht nur eine lange Tradition, sondern auch das gelebte Ehrenamt und die Leidenschaft für den Sport sowie das gemeinschaftliche Miteinander. Dieses Jubiläum ist für mich etwas Besonderes, weil ein Gründungsverein des DFB, der SV Lipsia 93 Leipzig, in meinem Wahlkreis aktiv ist, und zwar mit über 400 Mitgliedern, die sich sehr engagiert einbringen. Seit 125 Jahren tragen unsere Fußballvereine dazu bei, den Sport und die Gemeinschaft voranzubringen. Fußball ist im Freistaat Sachsen eine besondere Leidenschaft. In über 860 Fußballvereinen sind fast 200 000 Mitglieder organisiert. Über 25 000 Ehrenamtliche ermöglichen es, dass sachsenweit durchschnittlich mehr als 2 000 Spiele des Volkssports Nummer 1 stattfinden können. Als langjähriger Sportpolitiker der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag weiß ich um die herausragenden Leistungen des Ehrenamtes in allen Bereichen und danke jedem Einzelnen von ihnen für dieses Engagement. (Beifall CDU sowie vereinzelt AfD, SPD und BÜNDNISGRÜNE – Beifall Staatsregierung) Doch das Ehrenamt ist nicht nur im Fußball stark vertreten. In Sachsen gibt es über 4 300 Sportvereine mit über 700 000 Mitgliedern, die täglich Großartiges leisten. Diese Menschen sind das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die CDU steht jederzeit an ihrer Seite. Um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, haben wir in der vergangenen Legislaturperiode die Förderrichtlinie „Ehrenamt stärken im Sport“ ins Leben gerufen. Mit diesem Programm fördern wir gezielt die Ehrenamtsgewinnung sowie die Erstausbildung von Kampfrichtern, Trainern und Übungsleitern. Für die Jahre 2023 und 2024 haben wir jeweils 250 000 Euro bereitgestellt. Wir müssen gemeinsam mit dem organisierten Sport überlegen, wie wir diese Förderung wirksam weiterführen. Darüber hinaus unterstützen wir mit dem Programm „Wir für Sachsen“ ehrenamtlich engagierte Bürger durch eine pauschale Aufwandsentschädigung. 22 Millionen Euro wurden dafür bereitgestellt. Außerdem wurde die Übungsleiterpauschale von 330 Euro auf 480 Euro erhöht, was über 20 000 Trainern in Freistaat Sachsen zugutekommt. Für den Landessportbund wurden im vergangenen Doppelhaushalt pro Jahr 28,8 Millionen Euro zur Förderung des organisierten Breitensports bereitgestellt. Das waren 5,7 Millionen Euro mehr als in vorhergehenden Haushalten, und auch diese Summe ist für dieses Jahr bereits vertraglich vereinbart worden. Um Vereine und Kommunen umfassend zu unterstützen, haben wir gezielt Investitionsmittel in Höhe von 45 Millionen Euro für Sportstätten bereitgestellt. Mit diesen Mitteln fördern wir die Weiterentwicklung von Talenten und Vereinen direkt vor Ort. All dies zeigt: Sport und Ehrenamt sind für uns von zentraler Bedeutung. Das galt in der Vergangenheit, und das wird auch in der Zukunft so bleiben. Das Gesamtvolumen dieses Bereichs des Doppelhaushalts 2023/2024 betrug 116 Millionen Euro; es wird eine große Herausforderung sein, in der gegenwärtigen Situation die Dinge erneut so darzustellen. Mit den Maßnahmen, die ich erläutert habe, haben wir gezielt in die Rahmenbedingungen des Sports investiert. Dies war auch notwendig, da die letzten Jahre für die sächsischen Sportvereine, auch bedingt durch die Pandemie, alles andere als einfach waren. Auch die finanzielle Lage der Kommunen und des Freistaats lässt im Moment viele Vereine bangen. Doch für mich und die CDU-Fraktion gilt: Sport ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft. Er fördert nicht nur ein gesundes langes Leben, sondern stärkt auch die sozialen Bindungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit unserer Fraktion haben unsere ehrenamtlichen Sportvereine einen starken Verbündeten, und ich werde mich für jeden Einzelnen von ihnen einsetzen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit ist abgelaufen.
