Matthias Berger
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich habe heute sieben Minuten Redezeit. Ich weiß gar nicht, wie ich damit klarkomme – völlig ungewohnt, diese Situation. (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Da ich nicht über den entsprechenden Hintergrund – weder personeller noch finanzieller Art – verfüge, kann ich jetzt keine fertigen Reden vorlesen, deswegen vielleicht ein paar spontane Bemerkungen meinerseits. (Zurufe: Das machen wir selbst! – Quatsch! – Die Reden schreiben wir selbst!) – Kann ja sein. – Aber vielleicht ein paar persönliche Bemerkungen zum Coronageschehen. Was wir erlebt haben, Corona vor wenigen Jahren, war im Rückblick aus meiner Sicht ein schierer Alptraum. (Zuruf Andreas Nowak, CDU) – Aber es war so. – Es ist überwunden. Ich persönlich hätte mir – ich habe das zuletzt schon gesagt, als der Antrag der AfD hier zur Debatte stand – eine viel breitere gesellschaftliche Aufarbeitung gewünscht, weil ich glaube: Weder der Ausschuss – gewollt von der AfD – noch die Enquetekommission heute sind die geeigneten Instrumente, um das ganze gesellschaftliche Problem Corona aufzuarbeiten. Aus meiner Sicht – vielleicht ist es auch schon geschehen – sollte natürlich eine Aufarbeitung in dem zuständigen Ministerium stattfinden, (Jan-Oliver Zwerg, AfD: Hat ja gut geklappt bis jetzt!) um besser gewappnet zu sein. Daneben besteht natürlich die politisch-gesellschaftliche Problematik, und da ist, wie gesagt, keines dieser Instrumente ausreichend geeignet. Deswegen werde ich auch gegen diesen Enquete-Antrag stimmen, weil ich glaube, mit dem im Leben befindlichen Antrag der AfD bzw. dem Untersuchungsausschuss ist ein weitergehendes Mittel gegeben, wenn es auch nicht so weit geht – – (Andreas Nowak, CDU: Der tagt teilweise nicht öffentlich!) – Dann mag das so sein. Aber es ist uns ja unbenommen – uns allen –, vielleicht noch einmal einen breiteren Diskurs mit allen gesellschaftlichen Gruppen zu führen. Ich glaube, mit diesen Instrumenten hier werden wir das Geschehen nicht ausreichend aufarbeiten. Vielen Dank. (Einzelbeifall AfD – Zuruf Albrecht Pallas, SPD) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank, Herr Kollege Berger. Es besteht die Möglichkeit zu einer Kurzintervention. – An Mikrofon 4 Herr Abg. Nowak, bitte.
