Felix Hitzig
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Vor uns liegt eine Aufgabe von großer politischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Es geht um unsere Kinder, um unsere Jugendlichen, um unsere Familien im Freistaat Sachsen, die auch in Zeiten einer angespannten Haushaltslage unsere solide Unterstützung verdienen. Ein Blick auf die demografische Entwicklung im Freistaat Sachsen zeigt, dass die Geburtenzahlen seit vielen Jahren rückläufig sind. Mit einer Geburtenrate von rund 1,4 Geburten pro Frau liegen wir weit unter dem, was wir im Freistaat Sachsen bräuchten, um eine stabile Bevölkerungszahl zu erreichen, und überdies auch bei Weitem unter dem, was wir für unsere Wirtschaft bräuchten, um vor Ort genügend Nachwuchskräfte und Fachkräfte zu finden. Es gibt immer Gründe, die dazu beitragen, dass das so ist. In Sachsen fühlen sich vielleicht viele Menschen sozialen Ängsten, finanziellen Herausforderungen, gestiegenem Arbeits- und Bildungsdruck ausgesetzt, aber auch dem gesellschaftlichen Wandel, der permanenten Veränderung von gesellschaftlichen Werten und Normen, so dass sie sich fragen: Kann ich das leisten? Kann ich der Gesellschaft gerecht werden? Möchte ich mir es zutrauen, Mama oder Papa zu werden? Das sind Probleme und Themen, die Politik erkennen muss. (Unruhe im Saal)
