Mike Moncsek
Danke, dass Sie mir die Zwischenfrage gestatten. Ich würde von Ihnen gern den Unterschied zwischen dem BMW- und dem Porsche-Werk in Leipzig – dort können auf den Bändern Elektrofahrzeuge, Verbrenner und alles andere gebaut werden – sowie dem Werk in Mosel erklärt bekommen. Warum ist VW nicht in der Lage, das Gleiche zu tun? Sie haben ja gesagt, es sei der richtige Weg gewesen, nur in Elektrofahrzeuge zu investieren, wenn doch in Sachsen das Beispiel existiert, dass es nicht so ist. Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Volkswagen hat schlichtweg eine komplett andere Strategie als BMW. Es ist eine unternehmerische Entscheidung, dass Volkswagen die gesamte Mobilitätspalette umbaut und auf den Massenmarkt geht. BMW hat sozusagen eine andere Mischung gemacht. Das sind unternehmerische Entscheidungen und dahinter liegen völlig unterschiedliche Strategien. (Mike Moncsek, AfD: Ist die Strategie von den anderen falsch? Und die von VW nicht?) Noch einmal: Das ist eine Wertung, die Sie jetzt eingebracht haben. Wenn ich sehe, dass 2027 der Hochlauf kommt, dann wird die Frage sein, wie wir es schaffen, diese Zeit bis 2027 zu überbrücken. Das ist das große Problem. Herr Hütter hat recht. Wir haben uns nie dabei widersprochen, dass zum Beispiel Volkswagen viel zu teure Elektrofahrzeuge baut. Für 40 000 Euro kann sich der Normalsterbliche kein Elektrofahrzeug kaufen. Das ist das eigentliche Problem, bei dem unternehmerische Entscheidungen überprüft werden müssten. Wir reden immer über den Staat, doch man muss auch genauso kritisch über unternehmerische Entscheidungen sprechen. Die Preisvorstellungen sind nicht konkurrenzfähig, gerade weil der Chinese auf den Elektromobilitätsmarkt drückt. Wenn der Hochlauf 2027 kommt, dann ist Volkswagen mit seiner Strategie in einer anderen Position als andere Automobilhersteller, wobei Volkswagen – zumindest vom Namen her – immer noch den Anspruch hat, Volkswagen zu bauen, während BMW in einem anderen Segment unterwegs ist. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Staatsminister, gestatten Sie eine weitere Zwischenbemerkung oder Zwischenfrage an Mikrofon 7 durch Herrn Kollegen Dr. Keiler? Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Gern, Sie wollen meine Redezeit verlängern. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Bitte, Herr Kollege.
