Wolfram Günther
Erstens entwickeln sich unsere Preise gerade wieder nach unten. Wir haben vielfach schon wieder das Niveau von vor der Krise erreicht. (Staatsminister Martin Dulig: Ja!) Zweitens stimmt der Mythos nicht, dass wir hier in Deutschland die höchsten Energiepreise weltweit haben. (Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Werfen wir einfach mal einen Blick in die BDW-Studie: Noch nicht einmal in den USA stimmt das; es ist höchst unterschiedlich in den einzelnen Bundesstaaten. Es ist auch höchst unterschiedlich in Europa. Das ändert nichts daran, dass Preise ein wesentlicher Faktor sind, und deshalb sind sie nicht egal. Aber man kann nicht den Mythos erzählen, es wäre überall zu hoch. Genauso kann man nicht den Mythos erzählen, wir würden das als Einzige machen. Man muss erst einmal die Rahmenbedingungen betrachten. Die Klimaneutralität – das hatte ich schon angesprochen – ist ein weltweiter Weg. Paris, Doha internationale Abkommen gelten einfach überall. (Zuruf des Abg. Jörg Dornau, AfD) Wir haben jedoch jetzt ein Ziel – da die Preise gestiegen sind –, wo wir hinkommen wollen, und wir haben einen Weg, wie wir dorthin gehen müssen. Wir sind noch abhängig von Fossilen. Die Energiepreise sind nicht explodiert, weil die Erneuerbaren so teuer sind, sondern während der Energiepreiskrise, insbesondere weil der Gaspreis nach oben gegangen ist und – das hatte ich schon ausgeführt – weil Russland einfach kein Gas mehr geliefert hat. Dadurch sind die Energiepreise explodiert. Die Gründe waren Fossile und Abhängigkeiten von zu wenigen Lieferanten, und da sind wir jetzt dran. (Jan-Oliver Zwerg, AfD, steht am Mikrofon.) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gestatten Sie noch eine Zwischenfrage?
