Jörg Urban
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Herr Böhme, ich widerspreche Ihnen ausdrücklich. Deutschland und seine Energiepolitik sind kein Vorbild für andere Länder. Das werden Sie auf jeder internationalen Konferenz hören. Niemand will diesen Weg gehen, weil alle wissen, dass dieser Weg ins Abseits führt. (Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Wenn die Industriestrompreise vielleicht im Mittelfeld liegen, so liegen doch die Preise für kleine Unternehmen, für unsere Haushalte an der Spitze. Niemand bezahlt so viel Strom wie wir in Deutschland. (Zuruf von der AfD: Genau!) Für den privaten Stromverbrauch – das betrifft auch viele Handwerker – sind wir bei 41 Cent angekommen. Das ist mehr als das Doppelte unserer Nachbarländer Tschechien und Polen. Es geht hierbei um Arbeitsplätze. (Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Wenn die Industrie aus Deutschland weggeht, weil die Energiepreise zu hoch sind, dann verschwinden Arbeitsplätze, dann verschwindet der Wohlstand. Es geht hierbei um die Menschen, die täglich arbeiten gehen. (Zurufe der Abg. Marco Böhme, DIE LINKE, und Sabine Friedel, SPD) Es mag für Sie als Politiker einfach sein, (Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD – Weitere Zurufe – Unruhe) bei Ihren Diäten zu sagen, mir ist der Strompreis egal. (Sabine Friedel, SPD: Aber für Sie sind doppelte Diäten normal?!) Den Menschen draußen ist das nicht egal. (Vereinzelt Beifall bei der AfD – Zurufe und Unruhe) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Meine Damen und Herren! Vielleicht können wir uns ein klein wenig mäßigen. (Zuruf: Oh, gerne!) Das ist ganz schlimm im Moment. (Jörg Dornau, AfD: Ganz schlimm!) Herr Pallas, Sie haben jetzt das Wort für eine Kurzintervention.
