Wolfram Günther
Man sieht es an den Rohstoffen – wir haben schon einige aufgeführt: Alles, was wir für unsere Produktion brauchen, müssen wir auch hier verfügbar bekommen. Grundsätzlich haben wir diese Dinge bei uns im Freistaat Sachsen schon, weil wir hier Komponenten verarbeiten, weil wir hier schon all diese Rohstoffe auch im noch anfallenden Abfall haben. Es muss uns mit der Zero-Waste-Strategie gelingen. Es wird eine Grenzwertbetrachtung sein, es wird nie absolut null Abfall geben, aber wir müssen uns dem so weit wie möglich nähern, diese Rohstoffe wiederzugewinnen. Das muss uns gelingen. Grundsätzlich kann man sehr viele Dinge machen: Man kann Wertstoffe wieder trennen, man kann sie einschmelzen, man kann sie aufbereiten. Die Frage ist immer: Wie energieintensiv ist das gesamte Verfahren? (Zuruf des Abg. Thomas Thumm, AfD) Wie effizient sind die Kosten, die dahinterstehen? Damit haben wir auch ganz schnell die Verbindung etwa zum Ausbau erneuerbarer Energien, die Felder, die wir dort brauchen, damit es wirtschaftlich möglich ist, diese Rohstoffe hier bei uns zu gewinnen. Wir hatten vorhin das Konfliktthema Bergbau. Pi mal Daumen ist jeder Rohstoff, den man sich aus dem Kreislauf zieht, besser für unsere Gesamtumweltbilanz und auch für die Menschen, die sonst von Bergbauvorhaben betroffen wären, als wenn dieses Vorhaben besteht. Solange wir das alles noch nicht aus dem Kreislauf abdecken können, ist auch der Primärabbau erforderlich; dazu sind Rahmenbedingungen erforderlich. (Sebastian Wippel, AfD: Das wird doch niemals reichen!) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Es geht weiter mit der AfD-Fraktion. Kollege Dornau, bitte schön.
