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Wolfram Günther

03.05.2024 Sitzungen 7/88

Wir haben das Ziel – allein schon aufgrund der globalen Verfügbarkeit von Rohstoffen und weil wir gleichwohl in Zukunft produzieren werden –, als traditionelles Industrieland Sachsen dabei eine Rolle zu spielen. Es wird mithin ganz automatisch eine zunehmende Bedeutung bekommen, dass in unserem gesamten produzierenden Gewerbe, in unserer Industrie auch recycelte Rohstoffe eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Nachfrage groß sowie der Einsatz und der Umgang damit ein zentrales Anliegen sein werden. Deshalb kann man sagen: Sich damit auseinanderzusetzen ist kein Nebenthema, sondern es ist ein Fundament unserer Industrie der Zukunft im Freistaat Sachsen. Das heißt, es ist zum einen die Grundlage dafür, dass die Arbeitsplätze, die Firmen erhalten bleiben. Zum anderen ist es gleichzeitig auch eine Frage von innovativen Geschäftsmodellen, weil es darum geht, diese Werkstoffe herzustellen, also die Verfahren zu entwickeln. Wir wissen, wie vielfältig die Anforderungen an einzelne Komponenten sind, die man einbauen will. Wir wissen, dass sie aus genau solchen recycelten Rohstoffen hergestellt sind. Uns ist diese lange Weiterverwertbarkeit bekannt, dieses Mitdenken, dass man Komponenten auch wieder trennen kann, um sie weiterzuverwenden und wieder einsetzen zu können, selbst, wenn man sie recyceln möchte. Wir sehen das eminente Potenzial, und das unterstützen wir auch. Ich würde fest davon ausgehen, dass die Industrie der Zukunft im Wesentlichen genau auf dieser Kreislaufwirtschaft basieren wird. Es ist unser zentrales Interesse, dass das nicht irgendwo auf der Welt stattfindet, sondern dass es genau hier bei uns stattfindet, damit wir eine Grundlage für unsere Industrie der Zukunft haben. So würde ich das im großen Bogen einschätzen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Wir gehen jetzt in die dritte Fragerunde, und es beginnt wieder die CDUFraktion. Kollege Heinz, bitte schön.

Protokoll ↗