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Jörg Kühne

AfD 02.05.2024 Sitzungen 7/87

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Als Christ glaube ich fest daran, dass Jesus am Karfreitag gestorben ist, und zwar für die Sünden und das Heil der ganzen Menschheit. Deshalb begehe ich den Karfreitag im Gedenken und in Stille. Ausgelassene Vergnügungen haben für mich an diesem Tag keinen Platz. Auch der Gesetzgeber stellt den Karfreitag unter besonderen Schutz. Musik- und Tanzveranstaltungen haben an diesem Tag ausnahmsweise einmal zu unterbleiben. Das ist für die LINKEN offenbar Grund genug, einen kleinen Feldzug vom Zaun zu brechen. Sie legen gleich an mehreren Landtagen Gesetzentwürfe vor, um das sogenannte Tanzverbot aufzuheben, so auch hier in Sachsen. Meine Damen und Herren! Der Karfreitag ist nicht nur einer der wichtigsten Feiertage der Christenheit, er ist auch integraler Bestandteil unserer abendländischen Kultur. Dass das der Linkspartei nicht passt, ist kaum verwunderlich, schließlich haben schon ihre Brüder im Geiste dem Christentum den Kampf angesagt. Ich spreche da von Marx, von Lenin, von Figuren wie Ulbricht und Honecker. Dabei hat das Christentum im Gegensatz zum Kommunismus wirklich etwas für die Arbeiterschaft und die Bedürftigen dieser Welt getan. Es ist dem Christentum und seiner Kultur zu verdanken, dass man am Karfreitag – und nicht nur da – etwas Ruhe finden darf. Das betrifft nicht nur den Karfreitag, sondern etliche weitere Feiertage und sämtliche Sonntage im Jahr. Auch die LINKEN profitieren von diesen Feiertagen. Aber sie nehmen vor allem das mit, was Spaß macht, die Freizeit. Vom eigentlichen Sinn dieser Feiertage wollen Sie nichts hören, sehr geehrte Damen und Herren der Linksfraktion. Ich kann und will Sie nicht zum Glauben zwingen. Aber, wäre es zu viel verlangt, wenn Sie sich einmal oder in Sachsen dreimal – zum Totensonntag, zum Volkstrauertag und zum Buß- und Bettag – im Jahr am Innehalten der Gesellschaft beteiligen würden? Wenn Sie einmal auf einen Tanzbesuch verzichten müssten? Hierzu müssen Sie nicht unbedingt gläubig sein. Wie wäre es, wenn Sie den Karfreitag einfach als einen Tag der Stille und Dankbarkeit akzeptieren? (Zuruf des Abg. Albrecht Pallas, SPD) Nicht unbedingt als einen Tag im Zeichen des Glaubens, sondern als einen Tag des stillen Gedenkens an all das, was wir unserer christlichen Kultur zu verdanken haben. Wir lehnen den Gesetzentwurf ab. Vielen Dank für das Zuhören. (Beifall bei der AfD –

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