Thomas Schmidt
Wir stehen ganz am Anfang dieses Weges, worauf ich noch eingehen werde. Natürlich hat auch Niesky die Chance, dass dort in Zukunft etwas entsteht. Sie sind fester Bestandteil der Holzbauinitiative. Übrigens gemeinsam mit Kodersdorf – in der Oberlausitz ist es nicht nur Niesky –, die dort beteiligt ist. Mit der Historie, die es nun einmal in Niesky gibt, sehe ich Chancen, dass dort etwas Neues entstehen kann. Darüber hinaus strebt die HKS die Einrichtung einer Stiftungsprofessur im Bereich Holzbau an der TU Dresden an. Auch hierdurch kann der Standort Sachsen im Bereich des Holzbaus weiter an Bedeutung gewinnen. Meine Damen und Herren, Sachsen ist aber nicht nur aktiv, wenn es darum geht, für den Holzbau bei Dritten zu werben. Vielmehr baut auch der Freistaat selbst mit Holz – auch diesen Auftrag haben wir bekommen –, und das zum Teil in Hybridbauweise. Beispielsweise wurde die bereits angesprochene Lehrwerkstatt Sachsenforst in DresdenKlotzsche aus Holz gebaut. Die Reiterstaffel der Bereitschaftspolizei wird demnächst eine aus Holz errichtete Reithalle nutzen. Ebenfalls ist geplant, für die Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst in Graupa ein neues Verwaltungsgebäude aus Holz zu errichten. Und auch das Erweiterungsgebäude des Waldschulheims Wahlsmühle im Forstbezirk Bärenfels wird aus Holz gebaut. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement hat im Jahr 2022 für seinen Zuständigkeitsbereich eine Arbeitshilfe für den Holzbau erstellt. Die Erkenntnisse aus den vorher genannten Bauvorhaben werden in diese Arbeitshilfe einfließen, sodass hieraus ein verbindlicher Leitfaden für den Holzbau des SIB wird. Meine Damen und Herren, um solche Holzbauvorhaben auch im größeren Maßstab zukünftig einfacher umsetzen zu können, haben wir bereits Mitte des Jahres 2022 die Sächsische Bauordnung geändert und die Verwendung von Holz unter bestimmten Voraussetzungen auch bei mehrgeschossigen Gebäuden bis zur Gebäudeklasse 5 ermöglicht. Der Einsatz von Holz als Baustoff ist in einer eigenen Richtlinie geregelt, die derzeit durch unser Haus fortgeschrieben und aktualisiert wird. Es ist mir bewusst, dass man in puncto Vereinfachungen und Abbau von Vorschriften immer wieder nach mehr ruft und Bestimmungen verändern will. Aber man darf bei der ganzen Sache nicht den Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und damit den Schutz von Einzelnen vergessen. Deshalb muss das immer ausgewogen geschehen. Doch wir sind im Gespräch und ich bin gern bereit, weitere Entwicklungen zu unterstützen. Eine durchaus herausfordernde Aufgabe, der wir uns auch bei der Weiterentwicklung der Musterrichtlinien im Rahmen der länderübergreifenden Gremienarbeit stellen. Eine Möglichkeit zur Erleichterung des Holzbaus sehe ich auch im seriellen und modularen Bauen. Die rechtlichen Möglichkeiten haben wir ebenfalls bereits Mitte des Jahres 2022 mit der Änderung der Sächsischen Bauordnung geschaffen. Sie muss in der Praxis nun verstärkt genutzt werden. Mit der aktuellen Novellierung der Bauordnung, die der Landtag erst im Januar dieses Jahres beschlossen hat, wurde die Erprobung neuer Bauformen weiter erleichtert. In dem neu eingeführten Gebäudetyp E stecken auch Chancen für das Bauen mit Holz. Zum Schluss möchte ich einen Blick auf anstehende Bauprojekte werfen. Im Freistaat Sachsen werden zwei bedeutende Pilotprojekte durch die HKS begleitet – ich glaube, Kollege Flemming ist darauf bereits eingegangen –: Erstens das Holzhochhaus in Leipzig mit einer Höhe von 57 Metern, es soll wohl das höchste Holzhaus in Deutschland werden. Zweitens das Hybridgebäude in Dresden, dieses Parkhaus, das umgenutzt werden kann. Auch das ist ein Tagesordnungspunkt Bildungsverfall stoppen unsere Fachkräfte von Drucksache 7/15991, Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen. Die Reihenfolge in der ersten Runde: AfD, CDU, DIE LINKE, BÜNDNISGRÜNE, SPD, fraktionslose MdL und die Staatsregierung, wenn gewünscht. Ich übergebe an die AfD-Fraktion, an Herrn Kollegen Peschel. Bitte schön, Herr Kollege.
