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Michael Kretschmer

21.03.2024 Sitzungen 7/86

Ich glaube, das ist vielfältig. Es fängt an mit den kleinen GA, die wir gemeinsam kreiert haben, die vor allen Dingen für die regionalen Unternehmen wichtig waren, die immer wieder gesehen haben, dass die großen, exportorientierten Unternehmen gefördert werden, aber der Mittelstand nicht. Mit diesem Instrument haben wir uns ein Werkzeug gegeben, das auch für die regionale Wirtschaft anwendbar ist. Wir haben über das Thema Berufsorientierung gesprochen. Es ist eines der großen Themen, dass vor allen Dingen die kleineren Unternehmen sagen: Wo ist mein Nachwuchs? Wo bekomme ich den Nachwuchs her? Wir müssen alles dafür tun, dass das vorhandene Potenzial junger Menschen wirklich gehoben wird. Deshalb ist es so wichtig, dass Schule und Wirtschaft zusammenkommen, dass sich Christian Piwarz und Martin Dulig immer wieder neue Dinge überlegen, welche Kooperationen es geben kann, dass wir es geschafft haben, dass es nicht an einem Gymnasium Studienorientierung und an einer Oberschule Berufsorientierung, sondern dass es insgesamt Berufsorientierung heißt, dass es um Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Neigungen der jungen Menschen geht und dass sich daraus ableitet, ob es am Ende ein Studium oder ein Beruf ist. Diesen Weg zu verstärken, auch das Bild noch stärker zu machen, dass es wahrscheinlich viel sinnvoller ist, zunächst einmal einen Beruf zu lernen, etwas zu können, ein Handwerk zu können, und darauf aufbauend ein Studium anzufangen als die zweite oder dritte Erfahrung des Scheiterns in einem Studium zu haben, muss uns besser gelingen, weil es am Ende die Verschwendung von Ressourcen ist. Wir müssen auch weiter den Weg der Fachkräftezuwanderung aus dem Ausland gehen. Deshalb diese gemeinsame Strategie, und ich bin dankbar, dass sie gelebt wird. Aber auch bei dem Thema Standortbedingungen werden wir uns nicht abkoppeln können. Ich habe in der Diskussion mit Wirtschaftsminister Habeck, die ich vor einer Woche in seinem Ministerium als sehr angenehm und wertschätzend empfunden habe, mehrmals gesagt: Nicht das Klein-Klein entscheidet über die Frage eines Wirtschaftsstandortes, sondern die zentralen Fragen wie die Verfügbarkeit und der Preis von Energie, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, die Flexibilität in diesem Bereich und die großen bürokratischen Dinge. Ich würde in der Phase, in der die Bundesrepublik Deutschland mit dieser Wachstumsschwäche gerade ist, eher auf ein Lieferkettengesetz, auf Taxonomie verzichten, als immer wieder neue Dinge einzuführen. Ich glaube, das sind Signale, die nicht nur Psychologie sind, sondern für den Wirtschaftsstandort Deutschland einen echten Effekt bringen. (Beifall bei der CDU) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank. An Mikrofon 7 die nächste Frage für die AfD-Fraktion. Ich vermute anhand der Zeit, dass wir danach nur noch eine Frage und eine Beantwortung haben; damit Sie für Ihre Planung Bescheid wissen. Bitte schön.

Protokoll ↗