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Michael Kretschmer

21.03.2024 Sitzungen 7/86

Selbstverständlich. Der Freistaat Sachsen hat nach 1990 eine Wissenschaftspolitik betrieben, die die unterschiedlichen Herausforderungen und Notwendigkeiten sieht. Mit der Exzellenz in Leipzig, Dresden und an anderen Orten setzen wir bewusst auf internationale Strahlkraft und die wirklichen Zukunftsthemen. Mit dem Nobelpreisträger Svante Pääbo ist es uns in einem Bereich gelungen, die absolute Spitze der Wissenschaft zu erreichen. Vieles von dem, was wir heute in der Wirtschaft sehen, hat damit zu tun, dass man sich zielgerichtet und nachhaltig für Wissenschaft eingesetzt hat. Es war aber auch immer klar, dass es Ansprechpartner im Bereich der akademischen Welt, des Technologietransfers, aber auch für Fachkräfte geben muss, die eher regional aufgestellt sind. Sachsen ist, ähnlich wie Baden-Württemberg, den Weg gegangen, mit den Berufsakademien eine Struktur zu schaffen, die nah an den Unternehmen ist. An dieser können Unternehmen unmittelbar bei der Kreierung von Studiengängen, und dem, was an Hochschulen ausgebildet wird, mitwirken. Diese Berufsakademien sind ein großer Erfolg. Wir können für die tolle Arbeit, die dort geleistet wird, das große Engagement der Wirtschaft und der Wissenschaft, gerade in diesem Bereich, dankbar sein. (Beifall bei der CDU und der Staatsregierung) Das Manko dieser Berufsakademie war aber, dass es eine Berufsakademie und keine Hochschule war und sie deshalb beispielsweise beim Thema Bachelor und Master nicht so attraktiv für junge Menschen und den Übergang war. Mein Ziel war immer der Leitgedanke: kein Abschluss ohne Anschluss. Übrigens ist es ein Phänomen, wenn man die letzten 20, 30 Jahre der Bundesrepublik Deutschland anschaut, wie viel Durchlässigkeit wir im Bildungsbereich, im Wissenschaftsbereich organisiert haben. Das kann sich wirklich sehen lassen. Deshalb war es folgerichtig, diese Berufsakademie zu einer dualen Hochschule weiterzuentwickeln, und ich setze auf Wachstum in diesem Bereich. Es hängt davon ab, wie die regionale Wirtschaft mitarbeitet. Sie ist wie in den vergangen drei Jahrzehnten eingeladen und gefordert, weiter mitzuarbeiten, damit wir auf der einen Seite Fachkräfte für die regionalen Unternehmen ausbilden können, und auf der anderen Seite einen Technologiepartner haben, der für die Unternehmen in der Region zur Verfügung steht. Ich setze darauf, dass diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wird. (Beifall bei der CDU und der Staatsregierung) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank. Für die Fraktion DIE LINKE Frau Mertsching, bitte.

Protokoll ↗