Thomas Kirste
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Gendersprache hat längst in den sächsischen Behörden und Ministerien Fuß gefasst. So spricht das Justizministerium auf Instagram von Europäer-Doppelpunkt-innen. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Aha!) Die Landesdirektion Sachsen nutzt auf ihrer Homepage den Begriff Rechtsreferendare-Schrägstrich-innen. Das Landesamt für Archäologie wendet sich schriftlich an Besucher-Sternchen-innen und das CDU-geführte Kultusministerium gibt eine Schüler-Sternchen-innen-Fibel heraus. (Marco Böhme, DIE LINKE: Der Genderwahn der AfD!) Bürgerfeindlicher kann man eine Politik gar nicht gestalten. Sie fragen sich sicherlich: Warum? (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Sie verstehen es ja nicht!) Weil eine überwältigende Mehrheit von 92 % der Sachsen das Gendern in Umfragen voll und ganz ablehnt. (Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Ich frage mich: Warum ignoriert die Staatsregierung diese überwältigende Mehrheitsmeinung unserer Sachsen? Die Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Marco Böhme für die einreichende Fraktion DIE LINKE. Meine Damen und Herren! Das Präsidium schlägt Ihnen vor, den Entwurf „Gesetz zur Regelung der Beteiligung und Teilhabe der Einwohner:innen und Gemeinden am Ausbau erneuerbarer Energieanlagen im Freistaat Sachsen (Sächsisches Erneuerbare-Energien-Beteiligungsgesetz)“ an den Ausschuss für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft – federführend – und an den Ausschuss für Inneres und Sport – mitberatend – zu überweisen. Wer dem zustimmt, bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Vielen Dank. Wer stimmt dagegen? – Keine Gegenstimmen. Gibt es Stimmenthaltungen? – Die sehe ich auch nicht. Damit ist die Überweisung an diese Ausschüsse beschlossen und dieser Tagesordnungspunkt beendet. Ich rufe auf des Entwurfs behördlichen Gebrauch der Behördensprachgesetz, SächsBSprG) Gesetzentwurf der Fraktion AfD Ablehnung gegenüber dem Gendern bei über 92 % aller Sachsen hat übrigens zwei einfache und logische Gründe. Erstens. Das Gendern widerspricht dem natürlichen Wachstum in der Sprache und verkompliziert die Lesbarkeit von Texten unnötig. Zweitens ist das Gendern für die meisten Sachsen Ausdruck einer künstlichen, völlig sinnlosen links-grünen Ideologie. (Beifall bei der AfD) Diese Ideologie suggeriert, dass durch das Gendern Geschlechtergerechtigkeit hergestellt wird, dass Männer und Frauen gleichermaßen sichtbar und die Unterschiede zwischen Geschlechtern ausgelöscht werden. Tatsächlich führt das Gendern aber genau zum Gegenteil. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Sie verstehen das!) Unsere Sprache wird sexuell aufgeladen und damit ein Spannungsfeld geschaffen, dass es ohne das Gendern nicht gäbe. Es werden durch das sinnfreie Gendern künstliche Unterschiede gemacht, wo es überhaupt keine gibt, und damit natürliche Unterschiede geleugnet, wo sie existieren. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Wo existieren sie denn?) Die Folge ist eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung, die einfach unnötig ist, die völlig sinnlos ist und die niemand in unserem Land jemals braucht und wünscht. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Ihr macht das doch die ganze Zeit: spalten!) Sie sehen: Es gibt viele gute Gründe, dass sich unser Freistaat nicht der Genderideologie beteiligt und an der deutschen Sprache versündigt. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Machen die doch gar nicht!) Das Bildungsministerium setzt dieses Genderverbot in seinen unterstellten Bereichen um, dafür ausnahmsweise vielen Dank an den Minister Piwarz, auch wenn es in Ihrem Ministerium, Herr Piwarz, mit der Schüler-Sternchen-innen-Fibel auch noch Nachholbedarf gibt. Unser heutiger Gesetzentwurf fordert deshalb, dass zukünftig alle Genderschreibweisen in unseren sächsischen Behörden untersagt werden. Der Anwendungsbereich dieses neuen Behördensprachgesetzes ist durch § 1 definiert. Er umfasst alle sächsischen Behörden und alle dem Freistaat unterstellten Körperschaften, Anstalten, Stiftungen des öffentlichen Rechts. Den eigentlichen Kern des neuen Gesetzes bildet § 2. Darin sind die künftig untersagten, weil verwirrenden Schreib- und Sprechweisen definiert, und zwar beziehen sie sich auf die Formulierung von sogenannten Sparschreibungen, auf Sonderzeichen sowie künstliche Wortendungen. So wird unsere gewachsene deutsche Sprache von künstlichen Neuschöpfungen wie Schrägstrichen und sogenannten Binnen-Is, zum Beispiel Bürger-Schrägstrich-innen, befreit und Wortneuschöpfungen und Wortendungen wie Professx und Studierx in den Papierkorb der Sprachgeschichte geworfen. (Beifall bei der AfD –
