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Georg-Ludwig von Breitenbuch

CDU 01.02.2024 Sitzungen 7/83

Sehr verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Noch einige Ergänzungen zu dem, was schon gesagt wurde und was sehr fundiert von der Koalition zu diesem Antrag vorgetragen worden ist. Vielleicht noch einmal aus der Praxis, damit man es sich auf den Feldern vorstellen kann. Welche Technik setzen wir ein? Arbeitsbreiten von 15 bis 48 Metern sind heute möglich. Entsprechend sind daher die Gestänge über den Beständen sensorgesteuert, sodass die Abdrift in der Höhenlage gerade auf einem hügeligen Gelände exakt läuft und mit einer Genauigkeit funktioniert, die wirklich beeindruckend ist. 200 Liter Wasser werden auf einem Hektar, also auf 10 000 Quadratmetern exakt verteilt. Über den Druck kann man auch die Tröpfchengröße je nach Wind steuern. Je nach Applikationszulassung für die Mittel kann man ganz genau die Menge einstellen, sodass auch wirklich die optimale Wirkung des Mittels, das man in die Natur aussprüht, gewährleistet ist. Wir in den landwirtschaftlichen Betrieben nutzen Beratungen, die sich darauf spezialisiert haben. Die sind nicht von einer Firma abhängig, sondern beraten firmenunabhängig, sodass die Betriebe die optimalen Mischungen, aber auch Einzelprodukte und einzelne Wirkstoffe ausbringen. Es gibt Sachkundenachweise, die ein Lehrling schon in seiner Ausbildung machen muss, die dann immer wieder erneuert werden. Damit kann man mit der aktuellen Entwicklung mithalten. Es gibt Fortbildungen, die gerade alle in den Wintermonaten absolviert werden, bevor es dann wieder losgeht. Die Zulassungspraxis in der EU ist schon angesprochen worden. Sie ist vielfältig. Es gibt ständig neue Zulassungsblätter, die man abheften muss, die man zu den Lagerbeständen setzen muss. Hier wäre eine Vereinfachung des ganzen Systems auch geboten, denn für den normalen Landwirt ist es kaum noch händelbar. Wenn man dafür eine akademische Ausbildung bräuchte, sind wir zu weit gegangen. Wir brauchen praxisnahe, vernünftige und handhabbare Mittel, die dann auch insgesamt funktionieren. Wir brauchen keine Überforderung der Menschen, sondern eine vernünftige Anwendungspraxis. Darum möchte ich werben. Natürlich steht dahinter eine Dokumentation, die auch nachvollziehbar sein muss, damit nachvollzogen werden kann, wo etwas ausgebracht wird und wo etwas berechtigt nötig gewesen ist. Ich möchte mich noch einmal an die Koalitionsfraktionen richten und sagen: Es hat Spaß gemacht, diesen Antrag gerade in dieser aufgeregten Zeit für die Landwirtschaft gemeinsam zu entwickeln, praxisnah gerade auch über unsere Differenzen hinweg die Dinge zu formulieren. Dass wir das gerade beim Pflanzenschutz geschafft haben, finde ich ehrenwert. Geholfen hat uns dabei nicht die Großfläche, also die großen Zuckerrüben- und Weizenbestände, sondern einzig die Situation am Elbhang, also im Wein, wo im Brennglas dieser kleinen Wein-Community offensichtlich geworden ist, dass es so nicht gut gehen kann. Deswegen freue ich mich, dass sich Herr Lippmann so eingearbeitet hat. Mich freut, dass wir dort diesen Schritt gemeinsam gehen. Das hilft uns heute für morgen. Danke aber auch an alle Landwirtinnen und Landwirte, die täglich mit diesen Stoffen gerade jetzt im Frühjahr zu tun haben und die mit großer Verantwortung und Sachkenntnis im Lande mit Pflanzenschutz umgehen. Herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU und vereinzelt bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr von Breitenbuch für die CDU-Fraktion mit der Eröffnung einer zweiten Runde. Gibt es weiteren Redebedarf? – Das sehe ich nicht. Dann Herr Staatsminister Günther, bitte.

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