Jan Hippold
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Herr Staatsminister, vielen Dank für den Bericht. Sie haben über bestimmte Ansiedlungen gesprochen. Mich würde interessieren, welche innovativen Ansätze Sie für Zukunftstechnologien als besonders geeignet erachten, um den Strukturwandel im Freistaat Sachsen voranzutreiben. Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien: All das, was im digitalen Bereich liegt, aber auch das, was den Energiebereich abbildet: Dort haben wir gute Chancen, uns neu zu positionieren. Wir haben die Möglichkeit, neue Strukturen zu schaffen und dort anzusetzen, wo Bewährtes weiterentwickelt werden muss. Das Beispiel aus der Mikroelektronik, das ich nannte, ist ein Paradebeispiel dafür. Die Entwicklungen, die in den 1960er-Jahren begannen, haben dazu geführt, dass wir heute ein Cluster von europäischer, von globaler Bedeutung haben, welches sich weiterentwickelt. Wir sehen, wie nicht nur die Produktion von Mikroelektronik eine Rolle spielt, sondern wie ganz andere Branchen auch dieses kleine Cluster nutzen wollen, um sich in dieser Region weiterzuentwickeln, um hierherzukommen, um ihre Produkte zu entwickeln. Ich möchte das an einem Beispiel deutlich machen. Es gibt in Deutschland ein großes Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat 3 000 Wissenschaftler. Dieses Zentrum hat erstmals in seiner Geschichte gesagt, dass sie eine Außenstelle gründen, weil die Krebstherapie der Zukunft eine digitale Therapie ist. Sie haben sich entschieden, nach Sachsen zu kommen. Genau die gleiche Entwicklung sehen wir bei der deutschen Cyberabwehr, die nur mit digitalen Werkzeugen zu bewerkstelligen ist. Deshalb geht sie in die Region Sachsen; denn sie sieht, dass wir eine hervorragende Hochschullandschaft mit einer Exzellenzuniversität und einer Dichte an Forschungseinrichtungen haben, die sie kaum woanders in Deutschland findet. Dort möchte sie die Entwicklung voranbringen. Ich denke, diese Beispiele zeigen exemplarisch, wie man den Strukturwandel gestalten kann, wie man ihn angehen muss. Es zeigt, dass man an bestehende Stärken anknüpfen muss und sich mit Forschung – mit Unterstützung des Staates – in neue Bereiche hinein entwickeln kann und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze schafft, die international wettbewerbsfähig sind. Aus Sachsen heraus wird ein Beitrag für wichtige globale Entwicklungen geleistet, wie wir wunderbar an dem Beispiel der Medizin sehen können. Ich könnte weitere Beispiele nennen, beispielsweise wenn ich an die Themen Wasserstoff und Klimaschutz denke, die man auf den Weg bringen kann. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank. Wir kommen jetzt zur AfD. Ihre Frage, bitte.
