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Antonia Mertsching

Die Linke 31.01.2024 Sitzungen 7/82

Was?) Auf der anderen Seite steht so ziemlich der Rest der Welt. Die Unglücke von Fukushima – dabei waren wir vorhin – oder Tschernobyl sind eindrucksvolle Beispiele hierfür. Es waren Missmanagement und Behördenversagen, die zum Unglück führten. Es war keine Schwäche der Technologie an sich. (Henning Homann, SPD: Nein!) Japan fährt die Kernkraftwerke wieder hoch. Dort hat man aus Fehlern gelernt. Die Bevölkerung möchte die Kernenergie zurück. Der umstrittene Reaktortyp in Tschernobyl wurde vorrangig zur Plutoniumgewinnung für das sowjetische Atomwaffenprogramm gebaut. In Deutschland war und ist ein solches Kraftwerk bis heute zu keiner Zeit genehmigungsfähig. Arroganz, Fehlentscheidungen und die vorsätzliche Missachtung der Sicherheitsvorschriften führten zu diesem Unglück. Die Kernenergie an sich war nie das Problem. Es waren sozialistischer Erfüllungseifer und Ideologie, (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Aha!) die in die Katastrophe führten; denn die Kernenergie ist eine der sichersten Energiequellen. Sie ist auf einem Niveau mit der Windenergie oder der Fotovoltaik. Würden die Altparteien alle Technologien so bewerten, wie sie es bei der Kernenergie tun, dann hätten wir gar keine Energie in Deutschland. Bei einem einzigen Staudammbruch in China starben je nach Quelle bis zu 230 000 Menschen. Niemand mit einem Funken Verstand würde deshalb an ein Verbot der Wasserkraft denken. Aber genau mit dieser widersinnigen Logik wird in Deutschland, und nur in Deutschland, (Dr. Daniel Gerber, BÜNDNISGRÜNE: Muss ich aber nicht Millionen Jahre einlagern!) gegen die Kernenergie argumentiert. Keine Energieform ist an sich gefährlich. Erst durch ideologisches Handeln wird sie es. (Mirko Schultze, DIE LINKE: Hä?) Dass die erneuerbaren Energien mittlerweile zu einer Gefahr geworden sind, verschweigt man lieber. Was passiert – wenn man sich nur darauf verlässt – bei einem lang andauernden, flächendeckenden Stromausfall? Noch haben wir ihn nicht, aber ich habe vorhin von den Netzeingriffen gesprochen. In dem betroffenen Gebiet wäre bereits nach wenigen Tagen die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern nicht mehr gewährleistet. Die Folgen kämen einer nationalen Katastrophe gleich. Wer das nicht glaubt, der wird auf der Seite 119 der Bundestagsdrucksache 17/5672 fündig. Wir erinnern uns: Als dieses Gutachten erstellt wurde, waren es 200 Netzeingriffe. Bisher musste das Stromnetz mehr als 15 000-mal gerettet werden. Wachen Sie jetzt endlich auf! Ihre energiepolitische Dogmatik, werte Kollegen, hat viel mit der Denkweise gemein, die zu den großen Katastrophen geführt hat: Arroganz, blinder Eifer, Ideologie. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Zwerg, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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