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Thomas Schmidt

14.12.2023 Sitzungen 7/81

Wir haben von vornherein einen Bottom-up-Ansatz gewählt. Es wird manchmal kritisiert, dass dies das ganze Verfahren etwas verlängert; aber ich denke, das ist richtig so. Darum gibt es die regionalen Begleitausschüsse, in denen viele Interessengruppen vertreten sind, und ich meine, bereits bei der Projektentwicklung speziell in den Kommunen findet eine Beteiligung statt. Sie beziehen sich jetzt unmittelbar auf die Beteiligung der jungen Generation. Wir haben im Doppelhaushalt 200 000 Euro für Maßnahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung im Strukturwandel enthalten. Das wird seit Sommer 2023 umgesetzt, als Projekt der Deutschen Kinderund Jugendstiftung: Maßnahmen zur Stärkung der Beteiligungsmöglichkeiten und Sichtbarkeit von Jugendbeteiligung in der Strukturentwicklung im Mitteldeutschen Revier. Da werden ganz viele Dinge gemacht: eine Kampagne „Strukturentwicklung to go“ mit Podcasts, qualifizierten Interviews und anderem. Darüber hinaus gab es – das war allerdings übergreifend über alle Reviere – den Planathon „Jugend gestaltet Strukturwandel“, bei dem sich junge Leute Gedanken machten, welche Dinge denn im Strukturwandel umgesetzt werden sollen. Wir haben als, glaube ich, einziges Bundesland dann mit diesen Leuten Kontakt aufgenommen, haben jeden einzelnen Vorschlag geprüft und mit einer Ampel versehen: grün, gelb und rot. Wir sind heute noch mit den Akteuren dort in Kontakt und werden das weiterhin einfließen lassen. Wir wollen zukünftig auch an die Schulen gehen. Das findet ja schon statt; es findet auch vonseiten anderer Akteure statt, dass sie direkt in den Unterricht gehen. Das wollen wir unterstützen bzw. wollen mit eigenen „Strukturwandelbotschaftern“ – so habe ich es einmal genannt – in die Schulen gehen. Es gilt, die Schüler zu motivieren, Berufe zu erlernen oder Studiengänge zu ergreifen, mit welchen sie eine Zukunft haben in ihren Regionen. Das ist der richtige Ansatz. Das alles wird ergänzt mit Schüler- und Studentencamps, wozu auch Klassen, die nicht aus Strukturwandelregionen kommen, eingeladen werden. Gemeinsam mit Klassen aus den Strukturwandelregionen machen sie dort am Wochenende Projekte, um dafür zu sensibilisieren, was in Zukunft alles möglich sein wird. Es soll, wie gesagt, auch internationale Studentencamps geben, um auch international den Fokus darauf zu lenken, was denn in den beiden Revieren alles entsteht. Ich denke, das wird weiterhin und immer umfangreicher umgesetzt. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die SPD Fraktion.

Protokoll ↗