Barbara Klepsch
Sehr geehrter Herr Richter, hier wäre ich gern schneller gemeinsam mit Ihnen unterwegs. (Frank Richter, SPD: Gern!) Wenn ich mir unser Gastgewerbe anschaue: Ich war am Sonntag in Leipzig auf der Messe ISS GUT!, die aus meiner Sicht wirklich interessant war, weil auch Berufsschulen vor Ort waren und man gut ins Gespräch darüber kommen konnte, wie die Situation zurzeit ist, zum Beispiel die Nachfrage bei den Ausbildungsplätzen. Wir wissen, dass wir gerade im Gastgewerbe vor Corona rund 65 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte hatten. Corona hat ungefähr 10 % vom Markt in andere Richtungen gebracht; ein Teil ist zurückgekommen. Aber was will ich sagen? Es stehen jetzt weniger Arbeitskräfte zur Verfügung als im Jahr 2019, und bereits jeder Fünfte in dem Bereich ist ein beschäftigter Ausländer. Wir brauchen dort also zügig – schneller – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nun ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz erlassen worden; für mich ein wichtiger Ansatz auf Bundesebene, um Arbeitskräfte zügiger in dem Bereich Gastronomie/Hotellerie ankommen zu lassen. Es wird stufenweise umgesetzt. Das ist das eine. Das andere ist sicherlich das, was auch der Freistaat Sachsen schon gemacht hat: Wir haben die Fachkräfteallianz verabschiedet. Dort sitzt federführend das Wirtschaftsministerium am Tisch. Der Bund hat die Nationale Plattform „Zukunft des Tourismus“ mit dem Bund, den Ländern, den Branchen und der Wissenschaft auf den Weg gebracht. Man macht also viel. Ich denke, hier dürfen wir nicht nachlassen. Wir im Freistaat Sachsen haben kleinere Initiativen, die aus meiner Sicht mindestens genauso wichtig sind, auf den Weg gebracht. Ob ich an die Tourismustalente denke oder die Tourismushelden, die der LTV auf den Weg bringt, bei dem man immer wieder Botschafter hochhebt und den Beruf von seiner attraktiven Seite zeigt, um Lust auf diesem Beruf zu machen. Schön war – das hat mich wirklich gefreut –, dass mir bei dem Gespräch auf der ISS GUT! gesagt wurde, dass sich gerade in diesem Jahr die Ausbildungsplätze bei den Köchen verdoppelt haben. Das ist ein positives Signal. Doch wir brauchen ausländische Arbeitskräfte und ich würde alles unternehmen, was ich kann, um dort zügiger voranzukommen. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Für die CDUFraktion Herr Abg. Markert.
