Barbara Klepsch
Ich sage erst einmal Ja. Dass die Einrichtungen vom Tourismus profitieren, betrifft nicht nur unsere großen Häuser, sondern es betrifft auch die vielen, vielen Einrichtungen vor Ort. Ich schaue zu den Festivals in die Lausitz. Da gibt es ganz klar eine gegenseitige Bereicherung, eine Befruchtung. Durch Festivals kommen Gäste in die Region. Sie übernachten. Dadurch wird Tourismus sichtbar und messbar. Aus meiner Sicht gibt es ganz klar ein Zusammenspiel, gerade in den ländlichen Regionen. Was haben wir gemacht? Wir sind mit unserem Kulturdialog gerade deswegen in die Regionen gegangen. Wir wollten den Dialog nicht in den großen Städten abhalten, sondern gezielt vor Ort gehen und dort die Themen platzieren. Ein Themenblock war Kultur und Tourismus. Wie profitiert man voneinander? Bei den Dialogen kam immer wieder heraus, dass wir uns noch mehr vernetzen und miteinander ins Gespräch kommen müssen. Da denkt man, das liegt so auf der Hand – warum wird es dann nicht gemacht? Das war immer wieder der Befund. Deswegen heißt es: anschieben, immer wieder Plattformen bilden, auf denen sich die Partner aus dem Bereich Kultur und aus dem Bereich Tourismus zusammenfinden können. Ich habe ein schönes Beispiel aus dem Erzgebirge, das mir vor Kurzem erzählt wurde. Dort hat die Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH jetzt eine ganz starke Verbindung mit dem Bergmannsdom St. Annen in AnnabergBuchholz. Man versucht sich dort gegenseitig zu bereichern, zu befruchten und gemeinsame Ideen und Stücke zu entwickeln. Genau das meine ich. Kultur und Tourismus passen gut zusammen. Dabei dürfen wir nicht nur an die SKD oder die Semperoper denken. Wir haben mit dem Kulturdialog zum einen den Schwerpunkt gesetzt, zum anderen haben wir mit dem LTV den Dialog der Gastgeber initiiert, der dazu da ist, die Partner in Kultur und Tourismus vor Ort zusammenzubringen, Ideen zu entwickeln und gemeinsam zu vermarkten. Das war für mich eine totale Bereicherung. Der Dialog ist zunächst abgeschlossen, aber auch im nächsten Jahr werden wir uns Gedanken machen, wie es dort weitergehen kann. Es braucht immer wieder Plattformen, um die Partner an einen Tisch zu holen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese zu verkaufen. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Und nun die BÜNDNISGRÜNEN, Frau Dr. Maicher.
