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Dr. Rolf Weigand

AfD 08.11.2023 Sitzungen 7/78

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Frau Gorskih, wenn man Ihnen so zuhört und Ihren Antrag liest, dann prallen bei uns zwei Welten aufeinander, obwohl uns nur acht Lebensjahre trennen: (Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE) meine Welt, in der Anstrengung, Fleiß und Leistungsbereitschaft selbstverständlich sind, und Ihre linke Welt, in der es um immer mehr Zeit, immer mehr Geld und mehr Erleichterung geht. Studieren, so lange man möchte. Prüfungsversuche, so viele, wie nötig sind, bis es auch der Letzte schafft. Und natürlich genügend Geld, um das schöne Studentenleben zu finanzieren. In Vorbereitung auf den heutigen Antrag habe ich an meine eigene Studentenzeit 2003 bis 2008 zurückgedacht – ich bin übrigens in der Regelstudienzeit fertig geworden – und habe mir meine Hiwi-Verträge einmal angeschaut. Mein freiwilliger Hiwi-Job an der Uni damals während meiner Studienzeit: Hiwi-Lohn von 6,50 Euro pro Stunde. Da hatte man mit einem 40-Stunden-Vertrag im Monat 260 Euro. Wir hatten keinen Urlaubsanspruch. Heute zahlt die Uni in Leipzig sachsenweit 12 Euro. Wir haben fast eine Verdopplung, und die Mindestlohngrenze ist noch auf 520 Euro pro Monat gestiegen. Das hatten wir damals nicht, nur 6,50 Euro pro Stunde. (Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD) Wir haben das irgendwie mit dem Vorlesungstag kombinieren können. Meine Kommilitonen und ich haben das überlebt – alle. Wir sind sogar in der Regelstudienzeit fertig geworden, Frau Friedel. Die 260 Euro im Monat waren natürlich nicht viel. Deshalb hatte ich sogar noch einen zweiten Nebenjob – freiwillig. Und wissen Sie wieso? Weil ich kein BAföG bekommen habe und ich meinen Eltern nicht auf der Tasche liegen wollte, weil ich mir selbst etwas erarbeiten wollte. Nicht im Jammertal verharren, sondern einfach mal anpacken! (Beifall bei der AfD –

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