Georg-Ludwig von Breitenbuch
So hoch geht’s, nicht?! (Heiterkeit bei der CDU und der Präsidentin) Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich wollte mal so stehen, wie andere hier so stehen. (Heiterkeit bei der CDU) Es geht um die Jagd. Herr Hein hat das Ansinnen der AfDFraktion vorgestellt. Wir haben uns damals in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, dass wir das Jagdgesetz nicht ändern wollen, und das aus gutem Grund: Wir haben seit dem Jahr 2012 ein sehr gutes und sehr ausgewogenes sowie eines die Freiheit der Jäger sehr betonendes Jagdgesetz, und daran wollen wir festhalten. Insofern kündige ich an, dass wir diesen Antrag auf jeden Fall ablehnen werden. (Zuruf des Abg. Sebastian Wippel, AfD) Das Problem der Nilgans gibt es. Ich kann es aus dem eigenen Betrieb sagen, dass sich die Nilgänse in den letzten Jahren sehr ausgebreitet haben und dass hier auch eine große Aggressivität untereinander entstanden ist; und zwar nicht nur gegen Enten und anderes Wassergeflügel in Teichen und Seen, auch die Störche werden von den Nilgänsen teilweise aus ihren Nestern vertrieben. Insofern ist das ein Thema im Land. Wir haben eine Jagdzeit, die gilt vom 01.08. bis zum 31.01. Man kann die örtlichen Jäger nur ermuntern zu schießen. Ich habe gehört, wie teuer Weihnachtsgänse dieses Jahr sind; 20 Euro scheinen keine Seltenheit zu sein. Das heißt, man kann alle nur ermuntern, auch einmal die Nilgans zu probieren, deren Anzahl von den Jägern reduziert wird, um eine Gleichmäßigkeit im Biotop zwischen dem Wildgeflügel zu erhalten, um damit das Problem – ich sage einmal im Rahmen des Jagdgesetzes, im Rahmen der Regelungen, die wir haben – vernünftig zu lösen. Bei der Gelegebehandlung, Herr Hein, ist mir eine Geschichte, die ich kürzlich unserem jüngsten Kind vorgelesen habe, ins Gedächtnis gekommen. Es ging um die Geschichte der kleinen Hexe, bei der die Jungs auf den Baum steigen und dort festgeklebt werden. Bei der Gelegebehandlung ist es doch so, dass man auch an die Gelege kommen muss, sprich: Es gibt dort einen großen Aufwand. Und wenn Sie dann noch eine Behörde einbeziehen müssen, wird es ganz interessant. Sind nur zwei Eier nicht behandelt worden, sondern drei Eier oder ein Ei? Wie wird das überprüft? Die Folgewirkungen und -kosten, die Sie angesetzt haben, sind sehr umständlich. Es ist ein zusätzliches Drumherum. Das Jagdrecht bietet dem örtlichen Jäger die Möglichkeit einzugreifen, sobald das Bedürfnis aus dem Jagdbezirk heraus entsteht. Das kann meiner Meinung nach von der Landwirtschaft oder anderen gut artikuliert werden. Deshalb ist Ihr Antrag auch inhaltlich nicht nötig. (Zuruf von den LINKEN: Der Gesetzentwurf!) Wir möchten das Gesetz – vielen Dank für die Ergänzung – bewusst nicht anfassen. Wir haben uns darauf verständigt. Wir halten es weiterhin für ausgewogen und gut. In diesem Sinne: herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU und des Staatsministers Wolfram Günther) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr von Breitenbuch für die CDU-Fraktion. Für die Fraktion DIE LINKE spricht jetzt bitte Antonia Mertsching.
