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Christian Piwarz

21.09.2023 Sitzungen 7/77

Erst einmal freue ich mich, zur Kenntnis zu nehmen, dass Sie große Verfechter des sächsischen Lehrplans sind; ich werde zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. Um sich diese Selbstlernmodule oder Lernmodule ein Stück weit vorzustellen, schauen wir uns einmal den Bereich Oberschule an. Dort haben wir zum Schuljahresstart eine Vielzahl an Modulen ans Netz gebracht. Zu einem bestimmten Thema wird eine Aufgabenstellung bzw. ein Lerninhalt dargestellt, den sich erst einmal alle Schülerinnen und Schüler über verschiedene Möglichkeiten aneignen sollen. Ich hatte es ausgeführt. Es gibt Videodateien, Audiodateien, Animationen oder andere Selbstlernmöglichkeiten. Zum Beispiel werden den Schülerinnen und Schülern Texte vorgegeben. Darüber hinaus gibt es gerade bei den Oberschülern weitere, vertiefende Angaben bzw. Fragestellungen. Schauen wir uns beispielsweise die Realschüler an. Wenn man sich im Realschulgang befindet, dann hat man diese oder jene Vertiefungsmöglichkeiten. Das steht den Hauptschülerinnen und -schülern grundsätzlich offen. Wenn sie sagen, dass sie sich an das Thema heranwagen und ein bisschen in die Vertiefung gehen möchten, dann können sie das tun. Es gibt bei vielen Modulen ebenso Zusatzwissen, das erlangt werden kann. Je nachdem, wie die Schülerin oder der Schüler mit dem Thema zurechtkommt, hat sie oder er die Möglichkeit, vertieftes Wissen zu aggregieren. Es besteht die Hoffnung, dass man mit den neuen Möglichkeiten, die dort gegeben sind, Interesse weckt. So hat die Schülerin oder der Schüler verschiedene Möglichkeiten, entsprechend ihres oder seines Leistungsstandes zu agieren. Wir sind noch nicht ganz dort angekommen, wo wir in der Zukunft sein wollen. Es geht um die sogenannten intelligenten tutoriellen Systeme. Dort würde das aus der KI heraus reproduziert werden. Dann wird mit Hilfe der Algorithmen feststellt, welchen Leistungsstand der Nutzer oder die Nutzerin des Programms hat. Das betrifft die Weiterentwicklung dieser Module. Wir sind dabei – federführend mit den Kolleginnen und Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern –, das für die KMK und für alle Bundesländer zugänglich zu machen. Das ist noch ein bisschen Zukunftsmusik. Was die Kosten betrifft, bitte ich um Nachsicht. Diese Angaben habe ich jetzt nicht präsent. Das würden wir aber – das wäre mein Angebot – dem Bildungsausschuss zukommen lassen. Was hat es gekostet? Was werden die weiteren Entwicklungen sein? Wir wollen nicht mit den derzeit verfügbaren 63 Modulen aufhören. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank, Herr Staatsminister. Nun folgt für die Fraktion BÜNDNISGRÜNE Frau Kollegin Melcher an Mikrofon 3, bitte schön.

Protokoll ↗