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Christian Piwarz

21.09.2023 Sitzungen 7/77

Natürlich kann man die digitalen Lehr- und Lernmethoden und vor allen Dingen die Selbstlernmodule nur dort anwenden, wo entsprechendes Internet zur Verfügung steht. Die Frage lautet aber: Braucht man für jedes Modul zwingend den großen, breitbandigen Anschluss oder ist weniger ausreichend? Wir müssen große Anstrengungen unternehmen. Es liegt nur zum Teil in meiner Macht, dass die Schulen angeschlossen werden. Wir schaffen mit Blick auf das Thema Selbstlernen durchaus die Möglichkeit, dass an anderen Orten als an der Schule gelernt werden kann. Das bieten diese Selbstlernmodule als Möglichkeit an. Wenn man sich die aktuellen Zahlen anschaut – zumindest ist das der Stand vom Sommer dieses Jahres –, dann sind nach derzeitigem Stand 47 % der sächsischen Schulen mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet. Weitere 38 % sollen bis zum Jahr 2025 angeschlossen werden – also in einer überschaubaren Zeit. Weitere 12 % sollen entsprechend später durch geförderte Ausbauvorhaben oder den privatwirtschaftlichen Ausbau angeschlossen werden. Von 3 % der Schulen – ich nenne einmal alle Zahlen – haben wir derzeit keine Erfassung vornehmen können, weil keine Rückmeldungen eingegangen sind, wie dort der Stand ist. Wir haben schon knapp die Hälfte erschlossen beziehungsweise werden sie in den nächsten zwei Jahren erschließen. Das ist ein Zwischenstand, der vielleicht noch nicht 100 % zufriedenstellend ist; aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben unser landeseigenes Programm, mit dem wir Schulen noch einmal ganz gesondert und gezielt unterstützen. Es umfasst 21,8 Millionen Euro. Wir haben damit auch das Ziel für das Jahr 2025 ausgegeben, dass bis dahin alles angeschlossen werden soll. Ich hoffe, dass uns das gelingt. Digitalisierung funktioniert natürlich ohne den Anschluss nicht. In der Zwischenzeit muss man schauen, inwieweit diese Selbstlernmodule bei einer etwas niedrigeren Internetanbindung verwendbar sind. Wenn sie nicht verwendbar sein sollten, dann fallen sie erst einmal als Lern- und Lehrmittel aus, was im Einzelfall zu bedauern ist. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Nun ist Frau Kollegin Neuhaus-Wartenberg, Fraktion DIE LINKE, an Mikrofon 1 an der Reihe.

Protokoll ↗