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Thomas Prantl

AfD 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Herr Löser, auf Ihre Wortwahl in puncto Schizophrenie gehe ich jetzt nicht ein. Ich gebe Ihnen aber eine kleine Denksportaufgabe: Sie beklagen absterbende Bäume im Großen Garten. Das beklage auch ich. Aber wie kann man denn absterbende Bäume im Großen Garten beklagen und gleichzeitig dafürstehen, dass man quadratkilometerweise sächsische Waldökosysteme zubetoniert, zuasphaltiert und rodet? Wer dieses Verbrechen an unserer Natur begeht, wie Sie das tun, hat hier jedes Recht verwirkt, über Umweltschutz zu sprechen. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Genau, so ist es!) Kommen wir noch einmal in der Diskussion zu einem Zweig der gartenbaulichen Produktion, der Sachsens Kulturlandschaften eindrucksvoll und einmalig geprägt hat wie kein anderer – das ist der Weinbau. Im Elbtal zwischen Pillnitz und Meißen haben wir in Sachsen eines der kleinsten, aber schönsten Anbaugebiete in Deutschland – ein kulturhistorisches Juwel. Die sächsischen Qualitätsweine von den malerischen Elbterassen mit den herrlichen Trockenmauern sind Zeugnisse jahrhundertalten Gartenbauhandwerks und der Garant für Lebensfreude und Heiterkeit. (Lachen der Abg. Franziska Schubert, BÜNDNISGRÜNE) – Sehen Sie, es wirkt. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Weinbau als Produktionsgartenbau in der Regel eine intensive Kultur ist, was ausreicht, um ins Fadenkreuz der CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu geraten, die im Rahmen des Green Deal aus Brüssel Dünger und Pflanzenschutzmittel in Schutzgebieten drastisch reduzieren und verbieten will. Der Hälfte der sächsischen Rebflächen droht damit das Aus, ein Berufsverbot made in Brüssel, forciert durch die CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als treibende Kraft hinter einer grünen Verbotskultur. (Frank Richter, SPD, meldet sich zu einer Zwischenfrage.) Das muss sich der Winzer jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen, dass der traditionelle Weinbau Natur und Landschaft schaden soll, Windräder die in diese Gebiete hineingenagelt werden, sind es dagegen nicht. Das zum Thema von Schizophrenie. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gestatten Sie eine Zwischenfrage, Herr Prantl?

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