Antonia Mertsching
Ich habe auch einen Garten! – Weitere Zurufe der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE) – Ich habe auch einen Garten, ich weiß schon; haben Sie ganz bestimmt. Machen wir mal eine Zeitreise in die Geschichte des sächsischen Gartenbaus. Fangen wir im Kleingartenwesen an. Als im Mai 1864 in Leipzig – in Johannistal – der erste sächsische Schrebergarten gegründet wurde, konnte noch keiner ahnen, welche herausragende soziale Bedeutung die Kleingartenanlage als Ort der sinnerfüllten Gartenarbeit, des Ausgleichs, des Herunterfahrens, des Anbaus eigener Nahrungsmittel oder auch des Gemeinsinns und Vereinslebens in unserer Gesellschaft einmal einnehmen würde. Kleingärten mit Hunderten individuell gestalteten Parzellen tragen seit über 100 Jahren zur Arten- und Sortenvielfalt in unseren Städten bei. Dort wird seit vielen Jahrzehnten ganz unaufgeregt das vorgelebt, worüber andere gern reden: Regionalität, Selbstversorgung, eigener Anbau, gesunde Ernährung, Privatsphäre und Ruhe vor der Politik. (Beifall bei der AfD) Indessen wird in den Kleingärtenvorständen in unbezahlter Freizeit mit hohem ehrenamtlichem Einsatz viel Verantwortung getragen. Wenn wir jetzt einmal eine Rechnung aufmachen, was das unserem Land in Summe kosten würde, wenn wir hier die Gehaltstabellen des öffentlichen Dienstes zugrunde legen, dann wird klar: Wir haben Sachsens Kleingärtnern zu danken. (Beifall bei der AfD) Hier könnte auch, wenn sie wollte, eine Staatsregierung gezielt fördern. Unsere öffentlichen Gelder wären nämlich für die Unterstützung des Kleingartenwesens sinnvoll eingesetzt. Stattdessen alimentiert der sächsische Gartenbauminister lieber unseriöse Klimastaatsbürgerkundler. Über die Gegenwart und Zukunft des sächsischen Gartenbaus wird aber auch schon früh im Schulgartenunterricht mitentschieden. Sie wissen, dass laut Schuldatenbank nur 243 von 839 sächsischen Grundschulen über einen Schulgarten verfügen. Das sind knapp 30 %. 70 % der Grundschulen haben keinen Schulgarten. Gerade dort könnten sich doch aber Grundschüler über das Lehrbuch hinaus durch eigene Erfahrungen und praktische Anschauung mit dem Anbau von Kulturpflanzen und deren Nutzung als Lebensmittel beschäftigen und dabei etwas lernen. Das hilft auch, Frau Mertsching, das komplexe Gefüge der Umwelt besser zu verstehen, (Zuruf der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE) zum Beispiel, wie essenziell das Überlebensmolekül CO für gute Erträge ist. (Beifall bei der AfD) Werte GRÜNE und auch Sie von der CDU: Ihre Beteuerungen zur Rolle der Bedeutung des Gartenbaus in Sachsen – Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Bitte zum Ende kommen!
