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Georg-Ludwig von Breitenbuch

CDU 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Einen Dank an die grüne Fraktion für die Gelegenheit, uns hier über die Gärten Gedanken zu machen und das, was in den Gärten im Land überall passiert, zu würdigen. Am Anfang gilt unser aller Dank all denen, die Gärten im Lande haben, verwalten, betreuen und auch pflegen. Das hat einen großen Beifall verdient. (Beifall bei der CDU und vereinzelt bei den BÜNDNISGRÜNEN – Beifall des Staatsministers Wolfram Günther) Es gibt ein Zitat von Francis Bacon, das wie folgt lautet: „Gott, der Allmächtige, pflanzte zuerst einen Garten. Und in der Tat ist es das reinste menschliche Vergnügen.“ Die Gärten sind historisch natürlich Teil des Notwendigen gewesen, besondere Pflanzen für die menschliche Ernährung anzubauen und zu ernten. Der Gärtner sieht – wie der Land- und Forstwirt – die Einzelpflanze und ihr Gedeihen. Mit der steigenden Kultiviertheit und dem steigenden Wohlstand der Menschheit wurde es zudem möglich, Dinge schön zu gestalten. So haben sich die Gärten als Kultur- und Zivilisationsspiegel entwickelt. Die Hängenden Gärten von Semiramis gehörten schon zu den sieben Weltwundern der Antike. Es gab damals – das fand ich beim Nachlesen sehr interessant – schon die Unterscheidung zwischen einer dressierten Landschaft, sprich aus Ägypten, und einer assyrischen Landschaft, sprich einer Park- oder Gartenanlage, der Landschaft mehr angepasst. Das wissen wir in Europa mit Blick auf die englischen und französischen Gärten. Für viele Menschen ist der Garten ein wichtiger Teil des Zuhauses. Für die Öffentlichkeit gilt das ebenso. Die Gärten gehören zu unseren Städten und Landschaften, ob es der Große Garten hier in Dresden, das Rosental in Leipzig, die Schlossgärten von Lichtenwalde und Großsedlitz oder auch die großen Friedhöfe sind, die parkähnlich angelegt sind und diese Grünanlagen im Zentrum beinhalten. Die vielen schönen privaten Gärten sind aber auch eine Freude, gerade wenn man von der Straße in sie hineinsehen kann. Die Kleingärten – Schrebergärten seit Moritz Schreber aus Leipzig, 1847 – zeigen uns ebenfalls wunderschöne Bilder unseres Menschseins und der Natur. Nebenbei gilt der Gesundheitsaspekt von Schreber, er war Orthopäde, sich darin zu ertüchtigen. Gärten bieten Ruhe, Erholung und Entspannung. Dazu möchte ich ein Zitat der Journalistin Susanne Wiborg nennen: „Das ist ja das Erhebende an der Gartenarbeit: Ich vergaß Zeit, Raum und Steuererklärung. Im Hier und Jetzt gab es nur noch mich und diese verdammten Liguster.“ In Deutschland reden wir von der Gartenarbeit und nicht von Gardening, wie die Engländer das nennen. Es steckt Arbeit dahinter, den Garten das ganze Jahr über zu pflegen, immer wieder in Ordnung zu halten und sich darin zu ergötzen. Natürlich ist auch ein Thema: „Wer ist der Gärtner?“. So der Gärtner, so der Garten. Sprich: Ist man fleißig, ist man mutig, ist man ängstlich. All das spiegelt sich auch in Gärten wieder, wenn man länger darüber nachdenkt. Diesbezüglich eine Hilfestellung zu geben, indem Private bei Gärtnereien, aber auch bei einer Landes- oder Bundesgartenschau fragen können, ist sicherlich wichtig. Das gibt Impulse. Deswegen finden wir diese Idee gut, die heutige Debatte mit dem Wunsch einer Gartenschau in Sachsen zu verbinden. Ich denke, hier kann man Anregungen finden, kann die Dinge gut vorbereiten, kann auch zeitgemäß Neues entdecken und konzipieren und damit letztendlich allen Gärtnern oder auch Parkpflegern in Sachsen eine Plattform geben und ihnen Achtung zollen sowie ihnen helfen, gut in die Zukunft zu kommen. Was sonst noch zu den Gärten zu sagen wäre, würde ich in der zweiten Rederunde ergänzen. Danke. (Beifall bei der CDU und vereinzelt bei der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die AfD-Fraktion, Herr Prantl, bitte.

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