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Jan Hippold

CDU 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Vielleicht können Sie noch von Herrn Schaufel den Stift abholen, der hier vorn liegengeblieben ist. Ich bin schon ein wenig traurig. Ich habe gedacht, dass ich mir zumindest ein wenig Mühe gegeben habe, bei Ihnen für Erhellung zu sorgen. Offenbar ist mir das bei Teilen der AfD nicht gelungen. Erst einmal habe ich nicht von bidirektionalen Netzen, sondern vom bidirektionalen Laden gesprochen. (Thomas Thumm, AfD: Richtig! Das ist im Prinzip das Gleiche!) Sie haben natürlich recht, dass der Kunde dafür etwas will. Ich weiß zwar nicht, wo Sie die 50 Cent für den Strom hernehmen; denn wenn ich bei Verivox schaue, gehen die Preise bei großen Verbräuchen bei 25 Cent los. Im Moment liegen sie vielleicht bei 35 bis 40 Cent und gehen nicht bis 50 Cent – aber sei es drum. Die Frage ist: Warum ist das so? Weil unser Bedarf ziemlich hoch ist – verglichen mit dem, was hergestellt wird. Die logische Konsequenz aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist: Die Strommenge muss hoch. Deshalb war die Abschaltung der Kernkraftwerke zum jetzigen Zeitpunkt – das habe ich eben ausgeführt – falsch. (Thomas Thumm, AfD: Sie haben die aber mit beschlossen!) Wenn wir aber betrachten, dass zukünftig – das ist heute bereits so – eine viel größere Strommenge verfügbar ist, die allerdings zu dem Zeitpunkt, in dem sie entsteht, nicht genutzt werden kann, und wenn wir diese verfügbar bzw. nutzbar machen würden, dann wäre der Strompreis schon heute niedriger. Nun komme ich zu dem Punkt der Kunden. Was hat der Kunde davon, wenn er seinen Speicher zur Verfügung stellt? Ich habe hierbei ein relativ konkretes Bild im Kopf – ob das irgendwann mal wahr wird oder nicht, das wird sich zeigen. Ich fahre an eine Wallbox – wo auch immer diese steht. Es gibt drei Taster: Der erste Taster bedeutet schnell laden, hierbei wird das Fahrzeug schnell vollgeladen, weil man ganz schnell wieder losfahren möchte. Als Zweites gibt es einen Taster für normales Laden. Hier dauert ein Auto vollzuladen vielleicht zwei Stunden. Dann gibt es einen dritten Taster und unter diesem steht „kostenlos laden“. Der Kunde muss auswählen, wie viele Kilometer er morgen fährt. Er gibt seine Strecke an, die er morgen fahren muss – vielleicht 100 Kilometer; der durchschnittliche Deutsche fährt am Tag 35 Kilometer, aber lassen Sie es mal 100 Kilometer sein. Nun haben wir vielleicht eine Akkureichweite von 600 Kilometern; das lässt sich schön rechnen. Das heißt: Ich habe 500 Kilometer freies Speichervolumen. Umgerechnet in 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer habe ich wie viel? (Thomas Thumm, AfD: 24!) Das können Sie umrechnen. Ich habe 75 Kilowattstunden, die als Speicher frei verfügbar wären. (Thomas Thumm, AfD: Richtig!) Wenn das deutschlandweit der Fall ist und der Energieversorger in dem Moment, in dem Strom aus PV oder Windkraft zur Verfügung steht und das dort reinspeist, wieder herausnimmt und der Bürger damit kostenlos laden kann, (Andreas Heinz, CDU, steht am Mikrofon.) dann bin ich mir ziemlich sicher, dass sich der Homo sapiens – der sehr oft auf sein Portemonnaie achtet – schnell für die Nutzung entscheidet. Danke. (Beifall bei der CDU, der SPD und der Abg. Dr. Claudia Maicher, BÜNDNISGRÜNE)

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