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Jan Hippold

CDU 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Sie haben offensichtlich nicht zugehört. Ich habe ausgeführt, dass unsere deutschen OEMs ganz bewusst entschieden haben, Werke beispielsweise in China zu bauen. Ich bleibe bei China, aber das könnte man für andere Länder genauso deklinieren. Sie wollen Werke in China bauen, um dort Produkte herzustellen. Sie haben gerade die steile These aufgestellt, dass deutsche Produkte nicht mehr in China verkauft werden dürfen. Jetzt mache ich mal eine Klammer auf und sage: Meiner Meinung nach sind irgendwelche Zölle und Abschottungen natürlich immer falsch. – Klammer zu. Fahrzeuge, die in China produziert werden, werden selbstverständlich auch in China verkauft werden können. Das sei gesagt, um beim Thema Automobil zu bleiben. Nun noch einmal zum Thema Strom, Strombedarfe, Stromentstehung, Stromverteilung. Es ist doch Quatsch, was Sie erzählen. (Thomas Thumm, AfD: Aha!) Überlegen wir uns doch einmal Folgendes: In Deutschland sind mehrere Millionen Elektrofahrzeuge auf der Straße unterwegs. Die Elektrofahrzeuge können bidirektional geladen werden. Sie stehen irgendwo an Ladeplätzen in Garagen, in Tiefgaragen oder vielleicht auch auf öffentlichen Plätzen. Sie sind angesteckt. (Zuruf des Abg. Jan-Oliver Zwerg, AfD) Ich bin der Meinung, dass die Entscheidungen, die getroffen worden sind – beispielsweise die Abschaltung der Atomkraftwerke zum jetzigen Zeitpunkt –, falsch sind, weil wir dabei differenzieren müssen: zwischen industriellem Strombedarf und dem Strombedarf, der für andere Dinge erforderlich ist, und zwar in der Fläche. Wenn diese Elektrofahrzeuge, wie soeben von mir beschrieben, bidirektional ladbar im Stromnetz verfügbar sind, dann sind sie gegebenenfalls auch verfügbar für Strom, der zu viel entsteht, weshalb heute Windkraftanlagen, Fotovoltaikanlagen – also Strom, der durch erneuerbare Energie erzeugt wird – abgeschaltet werden. Dieser Strom kann in diese großen, in Deutschland oder in Europa verteilten Speicher eingebracht und zu einem späteren Zeitpunkt wieder herausgenommen werden. Dann spielt das Thema Netze – wenn Sie vielleicht zuhören würden, dann könnten Sie mir auch folgen – nicht mehr die Rolle, die es heutzutage in Deutschland spielt. Deswegen ist es falsch zu sagen: Wir müssen in Größenordnungen das Netz ausbauen. Für den Bedarf, der für Elektromobilität und den privaten Konsum entsteht, ist das nicht erforderlich. Erforderlich ist es dann, wenn ich im größeren Stil industrielle Strombedarfe habe. (Vereinzelt Beifall bei der CDU – Zuruf des Abg. Carsten Hütter, AfD)

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