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Jan Hippold

CDU 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Einen Faktencheck kann ich jetzt nicht machen, denn das wäre ein Blick in die Zukunft. Aber ich persönlich glaube – Sie haben mich ja gefragt, ob ich es glaube –, die Standorte der deutschen Automobilhersteller in Sachsen und in Deutschland können gehalten werden, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen hat VW – bleiben wir erst einmal bei VW – die relativ klare Konzernentscheidung getroffen, perspektivisch gesehen Fahrzeuge in den Ländern zu produzieren, wo sie verkauft werden. Das macht auch durchaus Sinn; denn ich kann natürlich ein Fahrzeug, das in China gebaut wird, zu einem viel niedrigeren Preis anbieten, weil ich dort auch niedrigere Kosten habe. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein deutsches Produkt ebenso wettbewerbsfähig sein kann, weil – jetzt schauen Sie sich einmal die Werke an, das ist alternativlos, weil sie auch keine Facharbeiter mehr bekommen; sie werden natürlich in ihren Werken mehr digitalisieren und technisieren müssen – dort Roboter und größere Pressen eingesetzt werden; ich sage mal Giga-Presse. Es ist ja nicht nur Tesla, das diese einsetzt, sondern es sind inzwischen auch chinesische Unternehmen. Wenn man bedenkt, dass in ein oder zwei Arbeitsschritten das gesamte Chassis eines Fahrzeugs hergestellt werden kann und wie lange das früher gedauert hat, dann spielt der Lohnkostenanteil dabei eine viel geringere Rolle. Deswegen können auch Fahrzeuge, die in Deutschland hergestellt werden, natürlich wettbewerbsfähig sein und zu einem niedrigeren Preis hergestellt werden. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD)

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