Jan Hippold
Vielen Dank, Herr Präsident! Man kann sich die Welt natürlich auch schönreden. (Zurufe von der AfD: Das machen Sie!) – Nein, das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Erst einmal zum Thema Flottengrenzwerte: Wir sprechen hier nicht über den CO -Ausstoß pro Fahrzeug, sondern wir sprechen – und das ist eine sehr abgewogene Entscheidung gewesen – über Flottengrenzwerte in größeren Fahrzeugunternehmen. (Zuruf des Abg. Holger Hentschel, AfD) – Vielleicht lassen Sie mich ausreden; ich habe Sie auch ausreden lassen. Ein Fahrzeughersteller hat grundsätzlich heute noch die Möglichkeit zu sagen: Ich habe in meinem Portfolio einen gewissen Anteil an unterschiedlichen Antriebstechnologien. Es muss nur in der Gesamtheit darauf geschaut werden, dass die gesamte Flotte einen gewissen Grenzwert erfüllt. (Jörg Urban, AfD: Warum? Das ist nicht technologieoffen!) – Doch, das ist technologieoffen. Wir haben doch dem Hersteller nicht vorgeschrieben, welche Technologie er nimmt. Er hätte genauso gut einen besseren Verbrenner entwickeln können. Ich mache jetzt ein ganz plattes Beispiel: Heute könnten VW oder ein anderer großer deutscher Hersteller eine Technologie entwickeln – wenn es technisch möglich wäre –, mit der ein Verbrenner mit nur einem Liter Treibstoff pro hundert Kilometer fährt. Das geht aber leider nicht. (Jörg Urban, AfD: Das ist ein Witz!) – Nein, das ist kein Witz. Der entscheidende Punkt ist folgender: Unsere deutschen Hersteller haben sich genau wie die Chinesen oder größere Hersteller in den USA ganz bewusst für die Elektromobilität entschieden, weil die Effizienz der Elektromobilität die höchste ist. (Lachen bei der AfD) – Da müssen Sie nicht lachen. Der CO -Ausstoß, der dahintersteht, ist bei der Elektromobilität deutlich niedriger als bei allen anderen Technologien. Das ist der zentrale und entscheidende Punkt. (Proteste bei der AfD) Sie vermitteln Ihren Wählern immer den Eindruck, dass wir die Verbrenner mit genauso einem niedrigen CO -Ausstoß fahren lassen könnten. Nein, das können wir nicht. Das könnten wir schon; aber dann müssen Sie dem Bürger ehrlicherweise sagen, dass der Liter Treibstoff dann nicht 1,80 Euro, sondern 4,70 Euro kostet, weil unter den Marktbedingungen heutzutage die E-Fuels nicht zu einem niedrigeren Preis herstellbar sind, –
