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Jan Hippold

CDU 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Ich versuche es vielleicht mal mit einem Bild. Wir stellen uns – ich möchte gar keine Jahreszahl nennen – einmal irgendein Jahr in der Zukunft vor, in dem Elektrofahrzeuge problemlos geladen werden können. Hersteller bieten Elektrofahrzeuge zu einem Preis zwischen 20 000 und 25 000 Euro an. Nach oben, so war es in der Vergangenheit auch, ist dem natürlich keine Grenze gesetzt. Ich glaube, wir sind uns darüber einig, dass die Wirtschaftlichkeit bzw. der Wirkungsgrad eines Elektrofahrzeuges deutlich höher ist als eines Verbrenners. (Sebastian Wippel, AfD: Kommt darauf an, wo der Strom herkommt!) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich der in Deutschland lebende Kunde die Frage stellt: Was ist für mich günstiger? Welches Antriebskonzept bzw. welches Fahrzeug nutze ich in der Zukunft? Damit habe ich in einer gewissen Art und Weise auch einen Wettbewerb. Wenn ich Technologieoffenheit predige, dann gehört zur Technologieoffenheit dazu, dass der Bürger entscheidet, was für ihn das bessere Konzept ist. (Zuruf des Abg. Carsten Hütter, AfD) Momentan ist es so – der eine oder andere weiß, dass ich in der Familie zwei Elektrofahrzeuge fahre –, (Sabine Friedel, SPD: Gleichzeitig?!) dass die Wirtschaftlichkeit sich nicht rechnet und der Preis für ein Elektrofahrzeug derzeit sicherlich noch zu hoch ist und es sich nicht jeder Bürger leisten kann. Aber spätestens dann, wenn für 25 000 Euro Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen – erste Hersteller haben damit schon angefangen; ich denke, das ist eine Sache von ein bis zwei Jahren –, wird sich diese Frage nicht mehr stellen. Dann müssen die Hersteller aus Deutschland – VW arbeitet ebenso an solchen Fahrzeugen – in der Lage sein, dem, was aus anderen Ländern kommt – zum Beispiel aus den USA oder aus China; ich will gar keine Hersteller benennen –, entsprechende Produkte entgegenzusetzen. Das Verbrennerverbot halte ich für grundsätzlich falsch; denn es muss sich über den Markt regeln. (Beifall bei der CDU und der AfD) Das ist eine davon losgelöste Frage. Aber wenn wir heute sagen, dass wir uns nicht mehr auf Elektrofahrzeuge konzentrieren wollen, dann wäre das der Todesstoß für unsere deutsche Automobilindustrie, und das wäre grundsätzlich falsch. (Beifall bei der CDU und des Staatsministers Wolfram Günther) Meine Zeit war im Grunde genommen abgelaufen. Es steht minus null zwei hier. (Ivo Teichmann, fraktionslos, steht am Mikrofon.) – Es gibt noch eine Zwischenfrage?

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