Hanka Kliese
Genau; vielen Dank, Herr Präsident. Ich beziehe mich auf den Redebeitrag von Herrn Dr. Dringenberg, da ich, obwohl er keine Angst vor mir hat, keine Frage stellen konnte. Aber das ist immer noch seine Sache; das ist so weit in Ordnung. Sie hatten ausgeführt, wie viel Geld das alles kostet. Natürlich hätte es mich sehr interessiert, ob Sie sagen können – wenn Sie antworten wollen, empfehle ich Ihnen, zuzuhören –, wie wir die Kosten für die Pflege senken und Menschen die Chance geben können, ihre Angehörigen zu pflegen. Viele Familien wollen das und in anderen Ländern ist das bereits üblich. Die meisten Menschen wollen zum Beispiel bei einer Pflege zu Hause bleiben, sie wollen zu Hause alt werden. Das ist aber nicht möglich, weil ihre Angehörigen nicht in der Lage sind, aufgrund der Tatsache, dass sie beruflich zu stark eingespannt sind, um sie pflegen zu können. Hier geben wir den Angehörigen im öffentlichen Dienst die Möglichkeit, ihre Angehörigen zu pflegen. Das hat natürlich auch finanzielle Vorteile für die Steuerzahlerin und den Steuerzahler, wenn es eine Entlastung in der Pflege gibt. Das sollte uns allen wichtig sein, vor allem aus humanistischem Aspekt, dass Menschen innerhalb einer Familie füreinander Verantwortung übernehmen. Das ist Ihnen doch sonst immer ganz wichtig, und Sie betonen es immer wieder. Sie sprachen noch vom männlichen Patriarchat. Das ist natürlich eine Tautologie. Es gibt ja nur ein männliches Patriarchat, das andere ist das Matriarchat. Das streben wir aber gar nicht an. Ich glaube, das befürchten Sie immer nur. Sie haben ferner ausgeführt, dass Sie in Ihrer Fraktion nichts gegen die Gleichstellung haben. Ich finde, wenn man mal einen Blick auf die Bänke der AfD-Fraktion wirft, dann ist das der beste Beweis dafür, was dabei rauskommt, wenn man einfach nur nichts dagegen hat. (Beifall bei der SPD, den LINKEN und den BÜNDNISGRÜNEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war die Kurzintervention von Frau Kollegin Kliese, SPD-Fraktion. Nun die Erwiderung an Mikrofon 7 von Herrn Kollegen Dr. Dringenberg; bitte schön.
