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Georg-Ludwig von Breitenbuch

CDU 20.09.2023 Sitzungen 7/76

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Für den Staatsbetrieb Sachsenforst sind die Bewirtschaftung der Wälder und auch die Holzgewinnung zentrale Punkte. Das ist der Betriebszweck, der vorangestellt gehört, und das hat sich verschoben. Für die Birkhühner bei Johanngeorgenstadt werden am Erzgebirgskamm nicht nur die Moorstandorte, die Thomas Schmidt damals ausgewiesen hat, genutzt, sondern jetzt auch in die gut 20-jährigen Fichtenbestände Löcher und Landebahn für die Birkhühner geschlagen; in Kahlschlaggröße, das will ich deutlich sagen. (Zuruf von der AfD: Ach?!) Im Forstbezirk Eibenstock gibt es einen „Lieblingsförster“, der machen kann, was er will. Eingegriffen wird in Ausschreibungen, wenn das Ergebnis für die Personalrekrutierung nicht passt. (Zuruf von der AfD: Das ist schlimm!) Mikromanagement statt Konzeptionsarbeit geht von einem Abteilungsleiter Umwelt im Ministerium aus, dessen Laufbahnbefähigung wohl nicht vorhanden ist und der mit der Leitung der Umweltabteilung und des Staatsbetriebes Sachsenforst sichtbar überfordert ist und auf reine Machtdurchsetzung, wenn die Themen umgesetzt werden müssen, ausweicht. Ach ja, und wer es noch nicht weiß: Das Forstreferat mit dem Sachsenforst ist inzwischen auch bei der Umweltabteilung gelandet. Dass das letztendlich Folgen für die Leistungsfähigkeit dieses Staatsbetriebes hat, merkt man daran, dass der Staatsbetrieb die Grundsteuererklärung nicht abgegeben hat. (Zuruf des Abg. Roberto Kuhnert, AfD – Zuruf von der AfD: Sachsensumpf!) Wenn sich Förster in den Revieren nicht mehr mit der Holzgewinnung und den dafür nötigen Vorbereitungen mit dem Waldumbau oder Pflanzungen beschäftigen, sondern ständigem Nachfragen und Anforderungen aus dem Umweltbereich ausgesetzt sind, verlieren sie die Lust am Beruf und machen dann auch nichts mehr, weil sie es sonst falsch machen könnten. (Beifall des Abg. Peter Wilhelm Patt, CDU, und Beifall bei der AfD) Wer früher als Förster König in seinem Revier war, fühlt sich entsprechend herabgesetzt; ihm wird mit Versetzung gedroht. Diese Art von Menschenführung, die ich im Landtag anspreche, ist nicht das, was unbekannt sein darf; deswegen spreche ich das hier an. (Zuruf der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE – Beifall bei der CDU und der AfD) Das Neueste ist die Umorganisation des Nationalparks in der Sächsischen Schweiz. Hier wird jetzt – die Region ist in diesem Thema ja schon sensibilisiert – der Nationalpark ausgeweitet. Auf Kosten von zwei Forstbezirken wird dort eine Verstärkung vorgenommen, und das Gebilde mächtiger und größer gemacht. Diese Organisationsstruktur ist, glaube ich, nicht in Ordnung. Wir tun gut daran, dort noch einmal drüberzuschauen. (Beifall des Abg. Ivo Teichmann, fraktionslos) Deswegen haben wir demnächst auch einen Termin vor Ort. Die Nationalparkverwaltung hat Stellenzuführungen und auch umfangreiche finanzielle Mittel bekommen. Hier muss letztendlich auch fachlich gearbeitet werden. Der Managementplan stammt aus dem Jahr 2006. Was macht diese Verwaltung dort eigentlich? – Das nächste in der dritten Runde. (Beifall bei der CDU und der AfD)

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