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Antonia Mertsching

Die Linke 20.09.2023 Sitzungen 7/76

Nein. – Wenn ein Baum stirbt, ist die Vielfalt an Holzbewohnern am höchsten, da vielfältige Alterungsmerkmale vorhanden sind: Höhlen, Stammsäulen, Saftabsonderungen, feine Risse, Ablösungen der Rinde, das Aufkommen von holzabbauenden Pilzen usw. usf. Die aktuelle Situation ist, dass vom Totholz abhängige Arten gefährdet sind. Das bedeutet auch, dass es in den Wäldern Deutschlands und Europas derzeit viel zu wenig Totholz gibt. (Zuruf von der AfD: Tötet die Bäume!) Sie möchten nun also Holz nachhaltig nutzen und rekurrieren allein auf die wirtschaftliche Verwendung. Leider müssen wir feststellen, dass in der Statistik zum Holzeinschlag für das Jahr 2022 besonders auffällt, dass das Holz wieder zunehmend für die Verbrennung genutzt wird. Der Holzeinschlag zur Energieerzeugung hat den höchsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht und nur ein geringer Teil des Holzeinschlags wird zum langlebigen Holzprodukt. Zur nachhaltigen Nutzung gehört aber auch die ökologische Seite. Ich habe Ihnen gerade aufgezählt, wozu Totholz wichtig ist, nämlich zur Einhaltung der planetaren Grenzen wie der Biodiversität – und das gilt nicht nur für den Regenwald am Amazonas, sondern auch für die deutschen Wälder. Es macht mich fassungslos, dass Sie das bisschen Totholz – nachdem wir gehört haben, dass das einen Riesenbeitrag für die Lebewesen und Artenvielfalt im Wald leistet – im Prinzip dafür herausholen wollen, um es zu verbrennen. (Thomas Thumm, AfD: Nu!) Aber das ist eben die CDU: schwarz wie unsere Zukunft dank Ihrem Verständnis von Bewahrung der Schöpfung. (Beifall bei den LINKEN – Oh-Rufe von der AfD) Zum Abschluss möchte ich noch einmal auf Ihren Debattentitel eingehen. Eventuell holen Sie sich dazu in Zukunft einmal Beratung; (Thomas Thumm, AfD, steht am Mikrofon.) denn wer den sächsischen Wald verrotten lässt – sprich: durch Klimaerhitzung austrocknen und von Käfern zerfressen lässt –, sind doch Sie selbst von der CDU. Keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, (Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU: Das ist doch albern!) keinen Beitrag zur erneuerbaren Energieerzeugung, (Sören Voigt, CDU: Das stimmt doch nicht!) immer wieder schwadronieren, die Energiewende sei gescheitert, und keinen Beitrag dazu geleistet haben – das sind mir die Richtigen. (Beifall bei den LINKEN)

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