landtag.sachsen.de ↗

Antonia Mertsching

Die Linke 20.09.2023 Sitzungen 7/76

Werte Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Vielen Dank an die CDU für die Aktuelle Debatte „Sachsens Wälder nicht verrotten lassen – den Rohstoff Holz nachhaltig nutzen“. Das ist doch mal eine gute Gelegenheit, über ein sehr wichtiges Thema zu reden. Am Ende geht es Ihnen ja darum, dass Sie das Totholz aus dem Wald holen wollen. Ich frage Sie einmal, Herr von Breitenbuch: Was denken Sie, wie jemand überhaupt auf die Idee kommt, Totholz im Wald zu belassen? Vielleicht hat das etwas mit der Erkenntnis der planetaren Grenzen zu tun. Diese sind die natürlichen Belastungsgrenzen unseres Planeten, auf dem wir leben, und auf die wir angewiesen sind. Beispiele sind der Süßwasserverbrauch, das Abholzen und andere Landnutzungsänderungen – wie die Flächenversiegelung, über die wir morgen sprechen werden –, die Verschmutzung der Umwelt durch Plastik, Chemikalien oder Atommüll, die steigenden Temperaturen oder die Artenvielfalt. Sechs dieser neun planetaren Grenzen sind überschritten. Beim Klima ist die Belastungsgrenze erreicht, (Lachen bei der AfD) bei der Biodiversität sind wir schon seit dem Jahr 2009 drüber und das Artensterben geht munter weiter. Momentan verliert die Erde jeden Tag 150 Tier- und Pflanzenarten. In den letzten fünf Jahrhunderten verschwanden durch den Menschen ebenso viele Gattungen wie ohne den Menschen in 18 000 Jahren. (Thomas Thumm, AfD, steht am Mikrofon.) In Deutschland zählen wir 32 000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Und davon ist ein knappes Drittel als bestandsgefährdet eingestuft.

Alle Reden von Antonia Mertsching Protokoll ↗