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Sören Voigt

CDU 06.07.2023 Sitzungen 7/74

Ich gebe meine Rede zu Protokoll! – Beifall bei der CDU) Ärztinnen und Ärzte auf dem Land niederlassen, braucht es aber nicht nur eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern auch eine Verbesserung von sogenannten weichen Standortfaktoren, wie Kultur, Kitas und Nahverkehr, um nur ein paar wenige zu nennen. Wir müssen die Arbeitsbelastungen verringern. Was Sie auch immer wieder in Ihren Anträgen vergessen: Der Beruf wird immer weiblicher. Damit sind auch mehr Teilzeitmodelle gewünscht. Dazu gehören Maßnahmen, die Schranken zwischen den drei großen Sektoren der Gesundheitsversorgung – ambulanter, stationärer und öffentlicher Gesundheitsdienst – aufzulösen. Wir brauchen eine sektorenübergreifende Versorgung. Das ist unabdingbar. Was Sie natürlich immer wieder vergessen, sind Ärztinnen und Ärzte, aber auch sonstiges medizinisches Personal aus dem Ausland, wonach gerade auch Frau Kuhfuß fragte. Es wird sich kein nichtdeutscher Arzt dort niederlassen, wo er eben aufgrund seiner Herkunft beschimpft oder beleidigt wird oder sogar Angst um seine körperliche Unversehrtheit haben muss. Das Gleiche gilt auch für hier geborene Menschen mit ausländischen Wurzeln. An diesem unsäglichen Zustand haben Sie einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Die im Antrag geforderten Machbarkeitsstudien und neuen Modellprojekte kosten nur unnötig Zeit. Im Koalitionsvertrag und im Haushalt ist bereits ein solches Projekt hinterlegt, das Modellprojekt Poliklinik Plus. Vielleicht schafft es ja die Staatsregierung noch bis zum Ende der Legislaturperiode, für die Antragsberechtigten endlich eine Förderbedingung festzulegen. Abschließend bleibt zu sagen, dass der Antrag keinerlei neue Erkenntnisse oder Forderungen bringt und wichtige Aspekte aus unserer Sicht ausspart. Aus diesem Grund werden wir Ihren Antrag ablehnen. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den LINKEN sowie vereinzelt bei der CDU) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Susanne Schaper für die Fraktion DIE LINKE. Für die BÜNDNISGRÜNEN erteile ich jetzt Kathleen Kuhfuß das Wort.

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