Jan-Oliver Zwerg
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Die zweite Runde im Ausstiegwahn ist eingeläutet. Für das erste Opfer – die Kernenergie – schloss sich der Vorhang vor knapp zwei Wochen. Die zivile Kernenergienutzung ist eine der höchsten Errungenschaften im Umgang mit der Natur. Dank an alle Wissenschaftler, Ingenieure, Planer und Techniker, die dies möglich gemacht haben. Die zivile Kernenergie war das Aushängeschild deutscher Spitzenforschung und Ingenieurskunst. Jahrzehntelang haben die Kernkraftwerke bei Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht Deutschland günstig, sauber und zuverlässig mit Strom versorgt. Danke an die Mannschaften der Kernkraftwerke, danke an alle Zulieferer. Deutschland als hoch entwickeltes Industrieland wäre ohne die Kernenergie so nicht möglich gewesen. (Beifall bei der AfD) Bei der Produktivität und Sicherheit haben deutsche Kernkraftwerke weltweit Maßstäbe gesetzt. All das hat ein Höchstmaß an Verantwortung und Engagement verlangt. Man darf sagen, dass diejenigen, die daran mitgewirkt haben, dem gerecht geworden sind. Seien Sie sich unserer Hochachtung und Anerkennung bewusst! Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Kommen wir zum nächsten politisch erzwungenen Ausstieg: dem Kohleausstieg. Erst 2038 – jetzt wollen die GRÜNEN ihn auf 2030 vorziehen. Herr Minister Günther, können Sie eine tragfähige Lösung präsentieren? Schauen wir mal in Ihre Bilanz: Bei Regierungsantritt haben Sie 200 zusätzliche Windenergieanlagen bis 2024 angekündigt. Während dieser dreieinhalb Jahre ist genau ein Windrad hinzugekommen. Und in den nächsten anderthalb Jahren wollen Sie 199 Windenergieanlagen bauen? Selbst die Windkraftlobby schüttelt mit dem Kopf. Das ist völlig utopisch, und trotzdem setzen Sie noch einen obendrauf. Nun soll 2030 Schluss mit der Kohle sein. Dafür müssten in Sachsen 4088 Windräder gebaut werden, bis 2030 wohlgemerkt. Das bedeutet von heute an knapp 550 Windräder, da 4 Megawatt-Klasse pro Jahr, oder Sie haben eine höhere Klasse, dann sind es einige weniger. Aber das schaffen Sie trotzdem nicht. In den letzten vier Jahren haben Sie also 0,25 Windräder pro Jahr geschafft. Tolle Leistung! Bei einer derartigen Nulllösung muss die Frage erlaubt sein, ob es einen Energieminister Günther in Sachsen überhaupt braucht. (Beifall bei der AfD –
