Armin Schuster
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! Für manche Anträge und Anfragen der Opposition muss man wirklich dankbar sein. Frau Tändler-Walenta, ich berichte sehr gerne. Wir kommen unserer Pflicht nach, wenn Sie uns hinterfragen, aber auch das sehr gerne, weil es mir die Chance gibt, unsere Strategien, unsere Ziele und unsere Maßnahmen darzulegen, um das für den Sport in Sachsen zu erreichen, was schon viele Redner vor mir beschrieben haben: Der Freistaat Sachsen ist schon seit Jahren in Sachen Sportförderung auch im bundesweiten Vergleich fast ein Vorbildland, vor allem dann, wenn man es im Verhältnis zur Einwohnerzahl sieht. Das, was hier auf die Beine gestellt wird, ist immens, es ist geradezu beeindruckend. Denken Sie daran, wie die Erfolgsbilanzen unserer Spitzensportler aussehen, die wir vor zwei Wochen hier geehrt haben. 48 Medaillen auf internationalen Veranstaltungen! Diesen Sportlern, diesen Vereinen möchte ich erst einmal dafür danken, denn sie beweisen, dass das, was sie hier tun, wirklich einen ganz besonderen Wert hat. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Meine Damen und Herren, ich hoffe, dass dies aus unseren Antworten an Sie deutlich geworden ist: In kaum einem anderen Bundesland gibt es ein so breites Bekenntnis zum Sport, wie im Sportland Sachsen. Deshalb war, ist und bleibt das Sportland Sachsen unsere politische Mission. Nachdem seit Kurzem wieder über 670 000 Menschen in den 4 500 Vereinen eingetragen sind, können wir tief durchatmen. Ja, wir waren während Corona bei 650 000 und diese Delle ist weg. Wir sind wieder bei 670 000. Das heißt, der Breitensport läuft wieder mit aller Kraft in Sachsen voraus. Damit haben wir auch die entscheidende und essenzielle Kraft, die dem organisierten Sport in unserem Bundesland innewohnt. Das soll auch so bleiben. Deshalb gibt es eine starke Sportförderung für ein starkes Sportland, und das haben wir den Parlamentariern der Koalitionsfraktionen zu verdanken. Beim Haushalt für den Sport – ich darf nicht über alles sprechen, aber das sag ich ganz offen – haben wir nicht gestritten. Es ist ein kraftvoller Haushalt für den Sport. Ich darf Frau Kummer danken, die ich oft bei den Veranstaltungen sehe. Ich darf Herrn Pallas danken. Auch wenn wir schon viel Motivation im Ministerium haben, heißt aber unser größter Treiber Herr Rost. Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich bin Ihnen sehr dankbar. Mit Ihnen dreien zusammen haben wir im jetzigen Haushalt mit 120 Millionen Euro für 2023 und 2024 einiges auf die Beine gestellt. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Wir können etwas bewegen, und wir werden auch etwas bewegen. Zur Höhe des tatsächlichen Investitionsbedarfs haben Sie auch einen Antrag der Koalitionsfraktionen verabschiedet, mit einer Sportstättenstatistik das Instrument dafür zu schärfen, wie wir besser und zielgenauer den Bedarf ermitteln können. Da steigen wir jetzt ein, das werden wir tun. Ich darf aber anmerken: Wer eine dauerhafte Sportstättenstatistik möchte – das ist eine Menge Arbeit –, der muss uns auch dauerhaft finanzieren. Das war der Werbeblog für die nächsten Haushaltsverhandlungen. Genauso wichtig wie die investive Förderung ist die Unterstützung des Landessportbundes, der Verbände und Vereine. Dass der pandemiebedingte Knick dort bereinigt ist, ist sehr erfreulich. Deshalb, glaube ich, war die Entscheidung, den Anteil der konsumtiven Mittel auf die Rekordsumme von 57,6 Millionen Euro zu erhöhen, goldrichtig. Wir gehen noch einen Schritt weiter, meine Damen und Herren. Wenn wir Sportland bleiben wollen, benötigen wir weiterhin Vereine, Spitzensportler, Standorte und Events mit nationaler und internationaler Strahlkraft nach innen und nach außen. Deshalb werden wir auf der Grundlage der Vorstellungen des organisierten Sports in Sachsen eine Sportstrategie für Sachsen in diesem Sinne entwickeln. Ich denke, es ist auch auf dem Wintersportgipfel, den wir kürzlich beim Ministerpräsidenten gemacht haben, gezeigt worden, wie ernst wir das meinen. Wir haben uns für den Wintersport, den wir im ersten Aufschlag bearbeiten, (Unruhe – Glocke des Präsidenten) klar zu einer – – Bin ich nicht laut genug? Zweiter Vizepräsident André Wendt: Doch, aber das Plenum ist lauter als Sie.
