Alexander Dierks
Was sagen Sie als Unbeteiligter eigentlich über Gesundheitspolitik? (Mario Kumpf, AfD: Das war ein Beispiel aus der Praxis! – Weitere Zurufe) Ich glaube, das war aus dieser Rubrik und es ist wirklich erstaunlich, wie ein wichtiges Sach- und Gestaltungsthema wieder genutzt wird, ohne einen substanziellen Vorschlag zu machen und nichts als populistische Stimmungsmache zu betreiben. Wäre es nicht so traurig, würde man sich ja beinahe wünschen, Sie stünden einmal in der Verantwortung, einen komplexen Prozess zu steuern. Jeder komplexe Prozess ist zu schade, um das zu versuchen, aber ich frage mich wirklich manchmal, ob es dafür nicht an der Zeit wäre. Ich frage mich wirklich, ob Sie selbst glauben, dass es so einfach sei, Krankenhausplanung zu betreiben. Sie stellen sich einfach hin und benennen seit 1930 bestehende Standorte usw. Hat sich dieser Standort seit 1930 in irgendeiner Form verändert? Hat irgendetwas stattgefunden oder war 1930 alles genauso gut, wie es jetzt ist, und muss es bis 2030, 2040 oder 2050 genauso bleiben? (Zurufe von der AfD – Zuruf des Abg. Sören Voigt, CDU) Ist nicht vielleicht der Wandel ein stetiges Merkmal von funktionierenden Systemen? Müssen sich nicht Dinge ändern, damit am Ende alles bleibt, wie es ist? Für mich ist das, was Sie hier abliefern, tatsächlich ein wenig zu unterkomplex. Selbstverständlich fehlen uns Fachkräfte. Ich habe das mehrmals dargestellt. Sie können natürlich immer an Einzelfällen festmachen, dass es ganz anders ist, aber natürlich fehlen uns medizinische Fachkräfte. Es wird uns nur gelingen, ein in der Behandlungsqualität hochwertiges Gesundheitswesen zu erhalten, wenn wir die Struktur im Krankenhausbereich verändern. Sie hat sich ständig verändert. Ich habe von den Anpassungsprozessen während der letzten 30 Jahre gesprochen und wenn wir eine hochwertige Qualität erhalten wollen, dann wird es jetzt wieder eine Veränderung brauchen. Ich muss sagen, ich habe sehr großen Respekt vor dem, was Stephan Meyer tut. (Beifall bei der CDU, der SPD und des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Wenn wir hier schon eine Kreistagsdebatte mit etwas mehr Publikum führen wollen, dann können wir das gern machen. Denn Stephan Meyer ist ein Politiker. Sie sind kein Politiker. Sie erzählen einfach nur irgendwelches Zeug bar jeder Kenntnis und bar jeder Verantwortung. (Gelächter bei der AfD –
