Wolfram Günther
Zunächst zu dem Unterschied zwischen Stadt und Land bei der Energiewende: Die Versorgung mit Energie, sowohl Elektrizität als auch Wärme, brauchen unsere Menschen in Stadt und Land gleichermaßen; da kann ich keinen Unterschied erkennen. Auch nicht bezüglich der Arbeitsplätze, die daran hängen, also im produzierenden Gewerbe und in der Industrie: Wenn Sie sich anschauen, wo die Leute herkommen, die dort arbeiten, gibt es keinen Unterschied zwischen Stadt und Land. Das heißt, wir brauchen die Energiewende, wenn wir unseren Wirtschaft-, Arbeits- und Lebensstandort Sachsen für alle Menschen erhalten wollen. Das erst einmal zu Ihrer Ausgangsthese. Dieser muss ich ausdrücklich widersprechen. Gleichwohl, wenn Erneuerbare ausgebaut werden sollen, stellen sich diese Frage die Kommunen gleichermaßen, ob es große Städte oder kleine Kommunen sind. Zum Beispiel stellen sich bei dem Thema PV und Solar auf Dächern manche Fragen in der Stadt sogar in noch größerem Umfang. Selbst der Ausbau von Windkraft betrifft die Städte: Dafür gibt es planerische Kategorien und nach meiner Kenntnis schauen auch große Städte wie Dresden, dass sie entsprechende Flächen ausgewiesen bekommen; auch in der Stadt Leipzig spielt das eine Rolle. Da gibt es also keinen Unterschied – es ist eine Frage der Gegebenheiten. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Nun die Fraktion DIE LINKE. Kollegin Mertsching an Mikrofon 1; bitte schön.
