Hanka Kliese
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es gibt ja das große Wort der Solidarität, das sich in den letzten Jahren sehr stark abgenutzt hat. Es ist für uns eine sehr schwierige Aufgabe, dieses Wort immer wieder mit Sinn, mit Leben und mit etwas Konkretem zu füllen. So gibt es auch die Frauensolidarität, die etwas sehr Wichtiges für das Vorankommen der Frauenbewegung und für die Gleichstellung der Frau ist. Für mich bedeutet Frauensolidarität, mich für die Belange anderer Frauen einzusetzen, für ihre Probleme etwas zu tun, als hätte ich diese Probleme selbst und wäre selbst davon betroffen. Ich kenne sehr viele Frauen, die das tun. Genau das macht Frauensolidarität und Zusammenhalt unter Frauen aus. Der Redebeitrag von Frau Penz war das Gegenteil von Frauensolidarität. Das Gegenteil hat bewiesen, wie es ist, wenn jede Frau nur sich selbst sieht, wenn der eigene Horizont an der eigenen Haustür endet. (Martina Jost, AfD, steht am Mikrofon.) Ich muss Ihnen klar sagen: Ich freue mich privat für Sie, dass Ihre Familie so tipptopp ist. Aber es schlägt 18 % alleinerziehenden Frauen in das Gesicht, wie Sie sich hier aufgeführt haben. (Beifall bei der SPD, den LINKEN und den BÜNDNISGRÜNEN)
