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Romy Penz

AfD 16.03.2023 Sitzungen 7/68

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte erst einmal auf die Rede von Frau Buddeberg eingehen. Frau Buddeberg: Bei uns zu Hause ist es so, dass wenn mir der Rücken freigehalten werden muss, mein Mann mir den Rücken freihält. Wenn ich ihm den Rücken freihalten muss, dann mache ich das. Bei uns ist das selbstverständlich. Wir können die Rollen tauschen, so wie wir das benötigen. (Beifall bei der AfD – Zurufe von den LINKEN) Ich kann nichts dafür, wenn das bei Ihnen kein Standard ist. Bei uns ist es Standard. Frauen gestalten Sachsen. (Oh-Rufe von der LINKEN) – Ich erzähle ihnen gleich noch etwas aus meinem beruflichen Leben, dann werden Sie es vielleicht verstehen. „Frauen gestalten Sachsen – Gleichstellung im Freistaat Sachsen voranbringen“, so der Debattentitel der BÜNDNISGRÜNEN. Ich bringe ein paar Fakten vor, einige davon wurden schon genannt. Zwei von drei erwerbsfähigen Frauen in Sachsen gehen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach. Damit liegt Sachsen auf Platz 1 im bundesweiten Vergleich. Bei der Beschäftigungsquote stehen sie Männern kaum nach. Hinzu kommen die weiteren erwerbstätigen Frauen, zum Beispiel Selbstständige. Somit sind insgesamt Dreiviertel aller Frauen in Sachsen erwerbstätig. Das ist die höchste Beschäftigungsquote bundesweit. Auch sind Frauen in Sachsen gut qualifiziert. Nur 15 % arbeiten in einer Helfertätigkeit. Im öffentlichen Dienst des Freistaates Sachsen sind 68 % der Beschäftigten Frauen. (Staatsministerin Katja Meier: Aber nicht in den Führungsebenen! – Zuruf des Abg. Carsten Hütter, AfD) – Ich erzähle Ihnen gleich noch mehr, wenn Sie es nicht wissen. Der Frauenanteil bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst beträgt 43 %. Aber wesentlich mehr – genauer: zwei Drittel – der neu zu besetzenden Stellen in den obersten Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst werden mit Frauen besetzt. Ich kann Ihnen die Quellen gern noch geben, wenn Sie diese nicht haben. Das sind Fakten. 27,9 % der obersten Führungskräfte in sächsischen privatwirtschaftlichen Unternehmen sind weiblich. Damit liegen sie in Sachsen im bundesweiten Vergleich an zweiter Stelle. Ich gehöre übrigens auch zu diesem Prozentsatz. Und das seit 1991. (Beifall bei der AfD) Genau diese Frauen gestalten Sachsen und bringen unser Land voran. Sie haben es dahin gebracht, wo Sachsen heute ist. Deshalb frage ich mich, warum wir im Jahr 2023 genau diese Diskussion in Sachsen führen. Die Gleichberechtigung ist gesetzlich schon lange geregelt. Die Fakten zeigen aber auch, dass die DDR Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung war. Das habe ich im Jahr 1992 gemerkt, als ich als Bauleiter in vielen alten Bundesländern unterwegs war. Da kam schon manchmal die Frage „Wann kommt denn Ihr Chef?“ oder die Aussage „Das klären wir mit Ihrem Chef“. Aber solche Dinge habe ich mit wenigen Sätzen, und natürlich mit beruflicher Kompetenz, in wenigen Minuten klargestellt – ganz ohne Gleichstellungsbeauftragten und Gender-Blabla. (Jawoll-Rufe von der AfD – Beifall bei der AfD) Zur Wahrheit gehört auch: Solche Dinge habe ich in den neuen Bundesländern nie zu hören bekommen, auch nicht in der DDR. Ich kann Ihnen aber sagen, dass 30 Jahre später nunmehr auch in den alten Bundesländern die Zeichen angekommen sind und solche Fragen nicht mehr gestellt werden. Weder Gleichstellungsbeauftragte noch die Gendersprache bringen die Gleichberechtigung voran, sondern Frauen und Männer, die diese einfach leben und sich nicht in ihrer selbst erfundenen oder so empfundenen Opferrolle gemütlich einrichten. (Beifall bei der AfD) Wir müssen uns in der Diskussion ehrlich machen. Eine berufliche Führungsposition erfordert meist mehr als eine 40-Stunden-Woche. Ich war 60 bis 80 Stunden in der Woche unterwegs. Das war normal. Da hilft auch keine Quote. Es liegt in der persönlichen Entscheidung eines jeden Einzelnen, ganz egal, ob Männlein oder Weiblein, ob man diesen Weg gehen möchte oder nicht. Gleiches gilt für ein Ehrenamt, ganz egal, ob politisch oder gesellschaftlich. Ein Ehrenamt kostet Zeit. Man muss bereit sein, die berufliche oder auch die freie Zeit zu investieren. Das gelingt natürlich am besten, wenn man gewisse Dinge als sein Hobby oder sogar als Berufung sieht, was natürlich einen Beruf voraussetzt. (Hanka Kliese, SPD, steht am Mikrofon.)

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