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Jörg Kühne

AfD 02.02.2023 Sitzungen 7/66

Das ist selbstverständlich für mich. – Mein Kollege Thomas Kirste hat bereits ausgeführt: Wir beantragen, dass der Landtag ein klares Zeichen setzt und sich deutlich gegen die politische Vereinnahmung sächsischer Kunstwerke durch sogenannte Aktivisten verwahrt. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Haben Sie sich mal Ihre Gemäldegalerie auf Ihrem Flur in der AfD angeschaut? Das ist Vereinnahmung!) – Ja, ja, Herr Lippmann. – Was in der Gemäldegalerie Alte Meister geschehen ist, hat sich in den letzten Monaten etliche Male an anderen Orten zugetragen: in Florenz, in London, in Mailand, im Vatikan, in Berlin, in Paris. Botticelli, Picasso, van Gogh, Vermeer – und sogar ein Dinosaurierskelett musste herhalten –, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Oft belassen es die Täter – und ich möchte das ganz klar sagen – nicht mehr beim Kleben. Mitunter fliegt auch Tomatensuppe gegen die Gemälde. Man kann froh sein, dass sehr klug geschulte Museumsmenschen schlimmere Sachen an unseren Kulturschätzen verhindern konnten. Ich bin dafür sehr dankbar und möchte einen Dank an die Museumsleute loswerden, (Beifall bei der AfD) die uns unsere Kulturschätze erhalten. Und ich hoffe auch, dass die Museumsleute sich das mal anhören, was hier teilweise vorgetragen wird. Wie in der Öffentlichkeit damit umgegangen wird, ist bezeichnend. Natürlich wird das Vorgehen der Täter kritisiert, aber gleichzeitig findet eine unsägliche Verharmlosung statt. Ja, man könnte fast sagen: Die Klimakleber werden zu so etwas wie Helden erklärt, zu den Robin Hoods unserer Zeit, die sich zwar nicht ganz legal verhalten, aber eben doch für etwas Gutes kämpfen, wie diese Herrschaften meinen. Diese Meinung ist offenbar leider auch in einigen Kreisen des Freistaates Sachsen salonfähig, wenn man sich beispielsweise anschaut, wie sich die Generaldirektorin der SKD zu den Vorfällen geäußert hat. Sie hat das Vorgehen zu Recht kritisiert, und das begrüßen wir. Doch gegenüber „MDR Kultur“ hat sie auch ausgedrückt, dass sie grundsätzlich Verständnis für die Motive der Täter hat. Meine Fraktion und ich finden solche Relativierungen sehr entsetzlich und zugleich sehr fatal. Wir verurteilen das, was dort geschieht, grundsätzlich und mit aller Deutlichkeit. (Beifall bei der AfD) Ganz egal, worin die Motive der Täter liegen: Es gibt keine gute Kriminalität – ebenso, wie es keinen guten Hass gibt. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.) Wenn wir Verständnis dafür aufbringen, dass Kunstwerke aus vermeintlich guten Gründen attackiert werden, dann ist man nicht weit von dem Schritt entfernt, dass man irgendwann auch Gewalt gegen Menschen gutheißt, weil die Motive scheinbar edel sind. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Kühne, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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