Katja Meier
Okay, das waren jetzt zwei Fragen. Ich versuche diese jetzt so schnell wie möglich zu beantworten. Was die Überlastungssituation angeht, hat sich Ende letzten Jahres diese Stelle an das Ministerium gewandt. Wir haben uns sofort in Verbindung gesetzt und geprüft, ob man kurzfristig Maßnahmen ergreifen kann. Wir sind auch mit der Stadt Leipzig ins Gespräch gegangen, die fürs Erste keine Unterstützung leisten konnte. Wir haben uns jetzt vorgenommen, ein Gespräch zwischen dem Ministerium, dem Träger, der Stadt Leipzig und der Opferbeauftragten der Polizei anzuberaumen – und das wird in den nächsten 14 Tagen stattfinden –, um mögliche Lösungen zu finden. Ja, die Beratungen haben sich erhöht, aber gleichwohl muss man feststellen, dass sich auch die Personalzahlen im letzten Jahr erhöht haben. Wir müssen uns jetzt die Fallzahlen genau anschauen, die in dieser Fachstelle angelandet sind, und dann gemeinsam im Gespräch erörtern – das, wie gesagt, Mitte Februar, stattfinden wird –, inwieweit es Lösungen gibt, und gegebenenfalls über die Frage der Deckelung noch einmal sprechen bzw. auch andere Lösungen finden. Aber das soll in dem Gespräch genauer erörtert werden und auch, welche Rolle die Stadt dabei noch spielen kann. Zur Frage des Männertelefons: Wir haben aktuell die Situation, dass es von drei Trägern aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen angeboten wird. Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt noch hinzugekommen. In der Tat haben wir ein gutes Netz an IKS bei uns im Freistaat, an die sich alle Personen wenden können. Das heißt, wir haben hier eine gute Beratungsstruktur. Trotzdem prüfen wir aktuell in dem Prozess – was Sie jetzt angesprochen haben, die Fortschreibung des LAP betreffend –, inwieweit man noch einmal über eine Umstrukturierung oder Erweiterung nachdenken kann. Grundsätzlich finde ich, dass man noch einmal darüber nachdenken könnte, ob der Bund nicht der Idee auch nahetreten könnte, wie beim Hilfetelefon für Frauen vom BMFSJ, das bundesweit zu bündeln. Es ist sinnvoll, dass, wenn die Betroffenen aus einem Bundesland anrufen, direkt mitgeteilt werden kann, wo sie Unterstützung und Hilfe in dem jeweiligen Bundesland bekommen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Nun die Fraktion BÜNDNISGRÜNE; Kollegin Hammecke, bitte schön.
