Sebastian Fischer
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatsminister, Sie sehen, wie schnell man auf- und absteigen kann. (Heiterkeit bei der CDU und der SPD) Zum Thema: Kommen wir zuallererst zu Geisenheim. Dieses Wort ist heute nicht gefallen, aber es ist sehr wichtig für den sächsischen Weinbau; denn im hessischen Geisenheim werden unsere Winzer ausgebildet. Wer der Meinung ist, wir brauchen eine extra Berufsschule für fünf bis sechs Winzer, die wir im Jahr in Sachsen ausbilden, der hat entweder keine Ahnung oder er hat sich mit dem Thema nicht wirklich befasst und wollte einfach nur meckern. (Beifall bei der CDU) Daher, meine Damen und Herren, hören wir auf mit dem Meckern. (André Barth, AfD: Das ist schön!) Es heißt in der Bibel „Auf dass der Wein erfreue des Menschen Herz“ – und in der Tat, das tut er. An solchen Tagen wie heute kann man es sich nicht vorstellen, aber es gibt die wunderbaren Sommertage, an denen die Elbauen und - hänge von der Sonne beschienen werden, wo sich ein Glas mit einem guten Schluck des Goldrieslings befindet, der im Übrigen nur in Sachsen zu Hause ist. Meine Damen und Herren! Wenn Sie ihn bekommen, sollten Sie ihn kaufen, denn er ist immer zuerst ausgetrunken. (Beifall der Abg. Christian Hartmann und Marko Schiemann, CDU) Allerdings sollten wir auch daran denken, dass viel harte Arbeit hinter den Weinen steckt. Schwere Kiepen müssen steile Stufen hinauf, Weine steile Stufen hinabgetragen werden, bevor der Jungwein in den Tank kommt. Vorher werden die Trauben entrappt und dann entsteht der Jungwein, den der Verbraucher als Federweißer bekommt – von dessen Genuss ich übrigens abrate. (Christian Hartmann, CDU: Och nö!) Kommen wir zu den Problemen, die wir schon benannt haben. Die Nachwuchsproblematik und die Trockenheit in den Weinbergen, die uns zunehmend zu schaffen macht, die aber auch durch intelligente Tropfbewässerung schnell und gut zu lösen ist. Wir sind mit knapp 500 Hektar das kleinste und das am nordöstlichsten Punkt Deutschlands gelegene Weinbaugebiet, im Großteil in der Steillage – das macht uns eigen. Daher, meine Damen und Herren, gibt es viele Geheimnisse kennenzulernen: unsere Weinkönigin Sabrina Papperitz zum Beispiel oder die Weinfeste im September. Ich möchte Sie dazu aufrufen, diese Geheimnisse zu entdecken und Ihre Gäste und Freunde einzuladen, denn es heißt so schön: „Wer genießen kann, der trinkt keinen Wein mehr. Wer genießen kann, der kostet Geheimnisse.“ Vielen Dank. (Beifall bei der CDU und der SPD)
