Jan-Oliver Zwerg
Ja, das ist korrekt. Lieber Kollege Flemming, Sie haben jetzt versucht, etwas auszudrücken, was natürlich so nicht stimmt. Sie wollten jetzt mir oder uns als AfD unterstellen, dass wir stehenbleiben und alles so lassen wollen, wie es gewesen ist. Es gibt gerade in unserer Branche – Sie kommen ja auch aus der Baubranche – einige Kollegen, die sagen: Die beste EnEV war 1997. Auch das gibt es; das wissen wir alles. Natürlich bewegt sich etwas in der Bauwirtschaft, natürlich kommen neue Materialien zum Einsatz. Das alles wissen wir, daran soll auch geforscht werden, und es muss immer weitergehen. Aber Sie wissen, wie ein Ziegel ausseht, ein T 12 von Wienerberger. Wenn Sie oben hineinschauen, dann sehen Sie nur noch Zwieback. Es gibt also irgendwo eine Grenze, was beispielsweise die Druckfestigkeitsklassen betrifft, wo eben die Ziegelindustrie sagt: Weiter können wir nicht. Wir können also in dem Augenblick nicht mehr mit monolithischem Mauerwerk arbeiten. Dort ist eine Grenze erreicht, etwa U-Wert 028. Das wird ja für das Bauteil vorgegeben. Deswegen müssen wir uns wirklich am Ende dazu durchringen und sagen: Wenn wir bei bestimmten Baustoffen eine Grenze des Machbaren erreichen, dann ist das so, dass es entweder so bleiben muss, oder wir entwickeln Baustoffe – da bin ich voll dabei, auch bei der Haustechnik bin ich voll dabei –, Baustoffe, die preiswert sind – ganz wichtiges Kriterium – und die in Zukunft vielleicht das Mauerwerk klassisch ersetzen können. Das wird bereits seit vielen Jahren im Bau auch schon so gehandhabt. Wir haben ja verschiedene Alternativen, und die Leute sollen auch wählen dürfen. Was im Moment passiert, ist eigentlich, dass die Leute diszipliniert und in irgendeine Richtung gedrückt werden sollen, die sie vielleicht vom Baustoff her nicht wollen und die sie auch nicht bezahlen können. Also, wir wollen mitziehen. Wir als AfD sagen: Es wird immer einen Fortschritt geben, auch in der Bauwirtschaft. (Beifall bei der AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Flemming, wollen Sie erwidern? – Bitte schön.
