Susanne Schaper
Vielen Dank, Frau Präsidentin. In Sachsen ist der gestiegene Bedarf bei den Angeboten der Suchthilfe und in der Psychiatrie mittlerweile belegt und steht eigentlich nicht zur Diskussion. Der Sachverhalt wird auch durch die Erfahrungen der Fachkräfte in der sozialen Arbeit unterstützt, aber nicht nur aus diesem Bereich, sondern zum Beispiel auch aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe. Dadurch ist insgesamt ein höherer Mittelansatz erforderlich. Die Fachkräfte weisen außerdem darauf hin, dass der Bedarf an Angeboten zur Beschäftigung und Teilhabe weit höher ist als eine klare Abtrennung psychiatrischer Angebote von denen der Suchthilfe. Das ist zurzeit nicht darstellbar. Daher sind die Unterschiede in den geplanten Fördermitteln überhaupt nicht plausibel und werden von uns anders veranschlagt. Aus den genannten Gründen und aufgrund der zunehmend komplexeren Beratungs- und Hilfebedarfe sowie angesichts der bevorstehenden Cannabis-Legalisierung stehen die Kommunen vor neuen Aufgaben, zum Beispiel digitale oder bereichsübergreifende Angebote sowie Angebote auch für Kinder und Jugendliche zu schaffen und die bestehenden Angebote auszubauen. Daher eröffnet dieser sehr fachgerechte Antrag aus unserer Sicht eine Möglichkeit, den nicht zureichenden Ansatz im jetzigen Haushalt zu qualifizieren. Deshalb bitten wir um Zustimmung. Denn wenn man jetzt nicht darauf eingeht, werden wir von Haushalt zu Haushalt und von Jahr zu Jahr wesentlich größere Probleme haben und immer nur hinterherlaufen. (Beifall bei den LINKEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Frau Čagalj Sejdi, bitte.
