Hanka Kliese
Vielen Dank, Herr Präsident. Zunächst, Frau Jost, steht es Ihnen und Ihrer Fraktion natürlich frei, hier im Hause Anträge für Kampagnen zugunsten eines positiveren Bildes des Erzgebirges zu stellen, aber vielleicht sollte man das Profis überlassen. Wir haben einen sehr guten Tourismusverein, der im Erzgebirge sehr gute Arbeit leistet. Das Einzige, was gerade nicht zum Ansehen der Erzgebirgler und anderer Personen in Sachsen beiträgt, ist die Politik Ihrer Partei. Das ist eigentlich der Problempunkt, der uns beim Thema Ansehen die meisten Schwierigkeiten auch in anderen Bundesländern und überregional bereitet. (Beifall bei der SPD, den LINKEN und den BÜNDNISGRÜNEN) Zu Ihrem Antrag: Sie begehren, die Gelder zu streichen, weil das für Sie „links-grüne Umerziehungsprojekte“ sind. (Martina Jost, AfD: Ja!) Das habe ich heute schon mehrfach gehört. Langsam habe ich den Eindruck, dass alles, was Sie nicht kennen und was Ihren Horizont irgendwie zu sehr erweitern würde, immer gleich links-grüne Projekte sind. Es hat mit Links-Grün erst einmal überhaupt nichts zu tun, wenn ein Mensch auf der Welt ist, der sagt: Ich bin weder Mann noch Frau, ich bezeichne mich als nicht-binär. Ich werde deswegen ausgegrenzt und besuche daher jetzt eine Beratungsstelle, suche dort um Beratung nach, möchte mich mit Gleichgesinnten treffen. Im ländlichen Raum gibt es viele Menschen, sogenannte Transgender, die von ihren Familien nicht akzeptiert werden. Diese Menschen haben keine eigenen Familien mehr. Sie gehen in diese Beratungszentren wie in eine Familie, freuen sich über einen Spielenachmittag dort, freuen sich über ein Treffen. Das können Sie lapidar finden, aber das sind Menschen, die ihre familiäre Verwurzelung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verloren haben. (Zuruf von der AfD: Wie viele?) – Bitte? (Zuruf von der AfD: Wie viele? –
