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Torsten Gahler

AfD 20.12.2022 Sitzungen 7/64

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ende vergangenen Jahres machte folgende Schlagzeile von sich reden: „Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden benennen 143 Kunstwerke um.“ (Zurufe: Oh! – Skandal!) Aufgedeckt wurde dies durch eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. (Oh-Rufe) Die Empörung war zu Recht groß. Die SKD versuchten, die Sache zu relativieren. Solche Umbenennungen entsprächen den musealen Standards. Außerdem seien keine überlieferten Titel betroffen, sondern nur solche, die von der Nachwelt vergeben worden sind. Wie muss man sich das vorstellen? Im Albertinum wird das von Max Slevogt auf den Namen „Negerjunge Mursi“ getaufte Gemälde, unter dem es auch in der Kunstgeschichte bekannt ist sowie bei Wikipedia und überall eingetragen ist, in „Bildnis eines Jungen namens Mursi“ umbenannt. (Zuruf von der AfD: Hört! Hört!) Im Grünen Gewölbe werden wir wahrscheinlich demnächst eine Reihe von Umbenennungen haben. So wird bei vielen Schmuckstücken stehen: „Hierbei handelt es sich um Dauerleihgaben des Remmo-Clans. (Beifall bei der AfD) Diese Schmuckstücke wurden irrtümlich August dem Starken zugerechnet.“ Ich befürchte, dass die bisher unter dem Namen „Diamantrosengarnitur“ bekannten Degen und Scheide nun wahrscheinlich unter dem neuen Namen „Bling Bling Dönerspieß“ ausgestellt werden. (Heiterkeit bei der AfD – Zurufe) Gefördert wird dies wahrscheinlich aus Mitteln der Klimaförderung, da besonders umweltschonende Werkzeuge bei der Vermögensübertragung eingesetzt worden sind. In Sachsen werden solche Umbenennungen sogar mit Steuermitteln finanziert, nämlich im Rahmen des Projektes „Daphne“. „Daphne“ verfolgt an sich einen guten Ansatz. Die Bestände der Staatlichen Kunstsammlungen werden inventarisiert und beschrieben. Aber es findet offenbar eine politische Prüfung auf zeitgeistkonforme Sprache statt. Wir beantragen, die Mittel für das Projekt „Daphne“ so lange zu streichen, bis alle Umbenennungen einer Prüfung unterzogen werden, objektiv und ohne politisch verstellten Blick. Unter diesen Voraussetzungen sind wir dann gern bereit, die Mittel nachträglich zu bewilligen. (Zuruf: Schon wieder?) Vielen Dank. (Beifall bei der AfD – Zurufe – Dr. Claudia Maicher, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Gahler für die einreichende Fraktion AfD. – Ich sehe Frau Dr. Maicher an Mikrofon 4. Bitte schön. (Unruhe)

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