Mario Kumpf
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Im Landeshaushalt stehen manchmal ganz harmlos wirkende Dinge, die aber bei näherem Hinsehen alles andere als harmlos sind. Dafür möchte ich gern ein Beispiel geben: Über den Titel Zuwendungen für Maßnahmen zur Stärkung der kulturellen Bildung wird das Programm KOST – Kooperation Schule und Theater – finanziert. Durch dieses Programm sollen Schüler schon frühzeitig mit dem Theater in Kontakt kommen. Grundsätzlich ist das immer eine gute Idee, aber wie so oft: Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘, wär‘ das Leben halb so schwer. Wenn man sich anschaut, was dort eigentlich konkret stattfindet, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Zum Beispiel die Junge Konferenz für interessierte SchülerSternchen-innen ab der Klasse 8. Dort geht es nicht wirklich nur um Theaterbildung, sondern – Zitat –: „Inklusion, Sexualität, Religion und Gender“. In einem anderen Format geht es um Feminismus und sogenannte rechte Parolen. Was rechte Parolen sind, scheint der Veranstalter wahrscheinlich selbst auszuloten. Mit anderen Worten: Hier werden Steuermittel für ideologische Projekte verschwendet. Schlimmer noch, man hat es offenbar gezielt auf Kinder abgesehen, die man besonders gut, teils sektenartig, indoktrinieren und einfangen kann. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Auf Kinder abgesehen, ja, ja!) Wir fordern, dass die Mittel für KOST komplett gestrichen werden. Auch wenn man in dem Rahmen von KOST einige sinnvolle Formate findet, geben die ideologischen Bestandteile dessen doch Anlass zur Sorge, was dann sämtliche sinnvolle Projekte ad acta legt. Das beweist bereits die aggressive Gendersprache, die sich als Pingpong spielende Sprach- und Denkstörung durch diese Projektbeschreibung von KOST zieht. Insofern gehört das ganze Programm auf den Prüfstand. Was passiert dort genau? Welche Inhalte werden den Kindern vermittelt? Bis das nicht geklärt ist, kann der Freistaat keinen Cent dafür ausgeben. (Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE) Von daher bitte ich um Zustimmung. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Kumpf mit der Einbringung dieses Änderungsantrags. Ich sehe an Mikrofon 1 Gesprächsbedarf von Frank Richter; bitte schön.
